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Zwei Tage vor Pensionierung - Früherer FBI-Vize McCabe gefeuert

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Seit Tagen geht es hin und her, zum Schluss zeigt die Regierung Trump volle Härte: Der Ex-Vize des FBI wird gefeuert. Dabei wäre Andrew Mccabe in zwei Tagen pensioniert worden.

Ex-FBI-Vize Andrew McCabe (7.6.2017)
Ex-FBI-Vize Andrew McCabe (7.6.2017) Quelle: ap

Nur zwei Tage vor seiner geplanten Pensionierung ist der ehemalige FBI-Vizedirektor Andrew McCabe von der US-Regierung gefeuert worden. Justizminister Jeff Sessions teilte am späten Freitagabend (Ortszeit) mit, er habe McCabe entlassen. Unmittelbar danach machte McCabe, der eines der Hauptziele von Kritik des US-Präsidenten Donald Trump gewesen ist, seinem Ärger über die Entlassung gehörig Luft. Trump dagegen lobte die Entscheidung.

Es sei "ein großartiger Tag für die hart arbeitenden Männer und Frauen des FBI - ein großartiger Tag für die Demokratie", da McCabe gefeuert worden sei, teilte Trump in der Nacht zum Samstag auf Twitter mit. "Der scheinheilige James Comey war sein Boss und hat
McCabe ausschauen lassen wie einen Chorknaben. Er wusste alles über die Lügen und Korruption auf den höchsten Ebenen des FBI", fügte der Präsident hinzu.

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McCabe: Meine Glaubwürdigkeit wurde angegriffen

McCabe dagegen erklärte direkt nach Sessions' Bekanntgabe, seine Glaubwürdigkeit sei angegriffen worden, um nicht nur ihn persönlich zu verleumden, sondern auch das FBI und die Strafverfolgung. "Das ist Teil des laufenden Krieges der Regierung gegen das FBI und die Bemühungen der Sonderermittlungen", sagte McCabe unter Verweis auf die Untersuchungen von FBI-Sonderermittler Robert Mueller zu möglichen Absprachen zwischen Russland und dem Wahlkampflager von Trump. Die Beharrlichkeit der Regierung im Kampf gegen die Ermittlungen zur Russland-Affäre zeige, wie wichtig die Sonderermittlungen seien, erklärte McCabe. Er sei wegen seiner Rolle nach der Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey und den Ereignissen entlassen worden, von denen er damals Zeuge geworden sei, fügte er hinzu.

Sonderermittler Mueller und sein Team von Anwälten untersuchen, ob es im Wahlkampf vor der US-Wahl 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gegeben hat. Im Fokus steht außerdem, ob der US-Präsident versucht hat, die entsprechenden Ermittlungen in der Sache zu behindern - etwa, indem er Comey im vergangenen Mai gefeuert hatte. McCabe könnte dabei ein wichtiger Zeuge sein.

Seit Januar beurlaubt

Die Entlassung McCabes wurde auf Empfehlung von FBI-Disziplinarbeamten gefällt. Sie kommt vor der Veröffentlichung eines Berichts eines Generalinspektors, in dem er voraussichtlich zu dem Schluss kommen wird, dass McCabe die Freigabe von Informationen an die Medien autorisiert habe. Er soll sich bei den Untersuchungen zum Umgang des FBI mit der E-Mail-Affäre um Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zudem nicht kooperativ gezeigt haben. McCabe bestritt die Vorwürfe in seiner Reaktion auf die Entlassung noch einmal. Er habe die Befugnisse gehabt, Informationen mittels des Büros für öffentliche Angelegenheiten an Journalisten weiterzugeben. Dies sei übliche Praxis gewesen.

McCabe hatte seinen Posten als Vizechef der US-Bundespolizei Ende Januar vorzeitig aufgegeben. Er war seitdem beurlaubt gewesen. An diesem Sonntag, seinem 50. Geburtstag, sollte er in Rente gehen - im 21. Jahr beim FBI. Durch die vorzeitige Entlassung kommt er nun nicht in den vollständigen Genuss aller Rentenansprüche. Trump stellte ihn wiederholt als Symbol für eine FBI-Führung hin, die seiner Ansicht nach voreingenommen gegen ihn und seine Regierung ist.

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