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Frühjahrsprognose - Bundesregierung: Wirtschaft wächst weiter

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Die Bundesregierung erwartet einen anhaltenden Aufschwung - den stärksten seit 2011. Für 2018 rechnet sie mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2,3 Prozent.

Baukräne in Berlin
Baukräne in Berlin
Quelle: picture alliance/Bildagentur-online

Das Bruttoinlandsprodukt steige voraussichtlich um 2,3 Prozent, heißt es in der an diesem Mittwoch veröffentlichten Frühjahrsprojektion. Damit wird die Prognose vom Jahresbeginn um 0,1 Punkte gesenkt. Für 2019 erwartet das Wirtschaftsministerium 2,1 Prozent. Es ist damit für beide Jahre optimistischer als die führenden Forschungsinstitute, die 2,2 und 2,0 Prozent erwarten. "Die deutsche Konjunktur bleibt weiter schwungvoll, der Aufschwung geht weiter", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Altmaier: Bürger werden profitieren

Altmaier sagte, auch die Menschen profitierten vom Aufschwung. Die Einkommen würden auch in den kommenden Jahren spürbar zulegen, die Beschäftigung werde bis zum Jahr 2019 noch einmal um eine Million Personen zunehmen: "Das sind wichtige Schritte auf dem Weg hin zur Vollbeschäftigung." Zwar befinde sich die Wirtschaft gesamtwirtschaftlich in einer Überauslastung, eine "Überhitzung" sei jedoch nicht erkennbar.

Garant für den Aufschwung bleibt laut Altmaier der Konsum, der in beiden Jahren kräftiger wachsen soll als 2017. Auch blieben deutsche Waren und Dienstleistungen im Ausland gefragt. "Unsere Exportwirtschaft behauptet sich erfolgreich in einer Weltwirtschaft, die lebhaft wächst", sagte der Bundeswirtschaftsminister. Die Unternehmen würden wieder kräftig in neue Maschinen und Anlagen investieren. Die Bauinvestitionen dürften angesichts niedriger Zinsen und einer hohen Nachfrage rege bleiben, doch stoße die Baubranche zunehmend an Kapazitätsgrenzen.

Zahlen dürften Trump interessieren

Der von US-Präsident Donald Trump kritisierte deutsche Handelsüberschuss wird den Prognosen zufolge bis 2019 sinken. Mit 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fiele der Leistungsbilanzüberschuss dann so gering aus wie zuletzt 2014. Die EU-Kommission sieht allerdings schon Werte von mehr als sechs Prozent als stabilitätsgefährdend an, da Ländern mit hohen Überschüssen welche mit enormen Defiziten gegenüberstehen.

Wenige Tage vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Trump dürfte diese Prognose im Weißen Haus auf Interesse stoßen: Denn ein wichtiger Kritikpunkt Trumps ist der Exportüberschuss. Es wird erwartet, dass dies Thema der Gespräche mit Merkel am Freitag sein wird.

Die Frühjahrsprojektion dient den Steuerschätzern als Vorlage für ihre Hochrechnungen, die im Mai anstehen. Diese wiederum geben den Rahmen für die Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen vor.

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