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Autobranche unter Druck - Fakten zur E-Mobilität - ein Überblick

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Ob die Zahl der Zulassungen oder die der Ladestationen - beim Thema E-Autos hängt Deutschland seinen Zielen weit hinterher. Zentrale Fakten zur Elektromobilität im Überblick.

Ein Elektroauto lädt im Zentrum von Leipzig. Symbolbild
Eine Million E-Autos wollte die Bundesregierung bis 2020 auf die Straße bringen - und verschiebt das Ziel.
Quelle: Hendrik Schmidt/ZB/dpa

Flottenverbrauch - das fordert die EU

Laut EU soll die Kohlendioxid-Belastung durch Autoabgase drastisch reduziert werden. Ab 2021 darf ein Neuwagen eines Herstellers im Flotten-Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen. 15 Prozent weniger sollen es ab 2025 sein und 37,5 Prozent weniger ab 2030. Das sind dann noch rund 60 Gramm CO2.

Das tun die Hersteller

60 Gramm CO2-Ausstoß pro Auto entspricht etwa 2,5 Liter Kraftstoffverbrauch. Mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ist das schwer machbar. Der CO2-Schnitt eines Herstellers lässt sich nur drücken, indem er mehr emissionsfreie Autos baut. 40 von 100 Autos müssten 2030 elektrisch fahren. Momentan fährt gerade einmal eines von 100 Autos mit Batterieantrieb.

Der Straßenverkehr soll umweltfreundlicher werden - daher bieten immer mehr Hersteller alltagstauglichere Elektro-Fahrzeuge an. Viele Käufer zögern jedoch.

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Mehr Zulassungen

Kamen im Jahr 2014 rund 8.500 Elektroautos neu auf die Straße, waren es 2018 schon etwas mehr: 36.000. Autoexperten schätzen, dass in diesem Jahr doppelt so viele, also rund 72.000, neu zugelassen werden könnten.

Bundesregierung verfehlt Ziel

Ende 2018 gab es bundesweit 56,5 Millionen Pkw auf deutschen Straßen. Knapp 54.000 davon waren Elektroautos. Eigentlich wollte die Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektroautos  auf die Straße bringen. Ein Ziel, das auf 2022 verschoben wurde.

Ladeinfrastruktur

Für eine Million Elektroautos bräuchte man nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft rund 70.000 Normalladepunkte und 7.000 Schnellladepunkte. Ende 2018 sind rund 16.100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte an über 7.000 Ladesäulen von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst - davon 12 Prozent Schnelllader.

Warum Deutschland beim Thema E-Mobilität hinterherhängt und wie es besser laufen könnte, lesen Sie im makro-Interview mit dem Mobilitätsforscher Konrad Götz.

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