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Für 254 Millionen Euro - Trotz Jemen-Krieg: Deutsche Waffen nach Riad

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Eigentlich wollte die SPD Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien stoppen. Die Opposition wirft der Regierung nun vor, "die größte humanitäre Katastrophe der Welt" weiter anzuheizen.

Krieg im Jemen.
Der Krieg im Jemen wird für die Bevölkerung zu einer immer größeren Katastrophe. Quelle: Hani Al-Ansi/dpa

Trotz der Beteiligung Saudi-Arabiens am Jemen-Krieg hat die neue Bundesregierung bisher Rüstungsexporte für 254 Millionen Euro an das Königreich genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour hervor.

Die Opposition reagierte empört auf die neuen Zahlen. Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht warf der Regierungskoalition vor, "die größte humanitäre Katastrophe der Welt" weiter anzuheizen.

Dem von Saudi-Arabien geführten Kriegsbündnis gehören die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Ägypten, Bahrain, Jordanien, Kuwait, Marokko, der Senegal und der Sudan an. Es bekämpft seit 2015 die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen.

Der Krieg hat zu einer humanitären Katastrophe geführt, die auch von den Vereinten Nationen als derzeit schlimmste weltweit eingestuft wird. 22 Millionen Menschen - drei Viertel der Bevölkerung - sind auf Hilfe angewiesen, sieben Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. Alle Friedensbemühungen sind bisher gescheitert.

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