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Post erhöht Portokosten deutlich

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Für Briefe und Postkarten - Post erhöht Portokosten deutlich

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Die Post kämpft beim Brief mit rückläufigen Sendungsmengen. Auch ein Grund, warum das Porto erneut erhöht wird. Diesmal steigt der Preis um 10 Cent.

Das Briefporto soll zum 1. Juli steigen. Archivbild
Das Briefporto soll zum 1. Juli steigen. Archivbild
Quelle: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Die Deutsche Post will das Briefporto deutlich erhöhen. Der Preis für einen Standardbrief soll vom 1. Juli an von 70 auf 80 Cent steigen. Auch der Preis für den Kompaktbrief bis 50 Gramm verteuert sich um 10 Cent auf dann 0,95 Euro. Für eine Postkarte muss man künftig 0,60 Euro statt 0,45 Euro zahlen.

Die Bundesnetzagentur muss den Plänen noch zustimmen. Die neuen Preise sollen bis Ende 2021 gelten. Zuletzt hatte die Post das Porto für einen Standardbrief Anfang 2016 von 62 auf 70 Cent erhöht.

Immer weniger Briefe, immer höhere Kosten

Die Post kämpft beim Brief mit rückläufigen Sendungsmengen. Verbraucher und Firmen kommunizieren immer häufiger per E-Mail. Aktuell stellt der Bonner Konzern rund 57 Millionen Briefsendungen am Tag in der Bundesrepublik zu.

Post-Chef Frank Appel hatte erst im Mai für höhere Briefpreise geworben. Das Brief-Volumen in der Bundesrepublik sinke, die Kosten des Konzerns stiegen: "Da ist ein angemessener Spielraum für höhere Preise zwingend." Diese machten auch "die Ausgaben in bessere Qualität und gute Löhne finanzierbar". Die Post hatte angekündigt, in der Zustellung rund 5.000 neue Mitarbeiter einzusetzen. Die Netzagentur will das kontrollieren.

Hausgemachte Probleme

Die Post kämpft in ihrem Brief- und Paketgeschäft in Deutschland auch mit hausgemachten Problemen. Sie hatte dort in der Vergangenheit angesichts des boomenden Online-Handels auf Umsatzwachstum gesetzt und die Kosten aus den Augen verloren.

Appel hatte im vergangenen Jahr nach einer Gewinnwarnung die Reißleine gezogen. Die Porto-Erhöhung soll nun für Rückenwind sorgen. Auch damit will Appel den operativen Gewinn des Konzerns 2019 auf 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro steigern. Im Jahr 2020 sollen es dann mehr als fünf Milliarden Euro sein.

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