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Spahn bekräftigt Impfpflicht-Pläne

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Masern - Spahn bekräftigt Impfpflicht-Pläne

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Nach einer Analyse der Krankenkasse Barmer gibt es größere Impflücken als bisher angenommen. Gesundheitsminister Spahn sieht daher seine Pläne für eine Impfpflicht bestätigt.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.
Quelle: Britta Pedersen/zb/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht sich nach neuen Daten der Barmer Krankenkasse zu Impflücken in Deutschland bei der geplanten Masern-Impfpflicht bestätigt. "Egal, wie man es rechnet, es bleibt dabei: Zu viele Kinder in Deutschland sind unnötig gefährdet, denn zu wenige Kinder sind gegen Masern geimpft", sagte Spahn.

Kein Kind müsse heute mehr an Masern leiden. Auch die Krankenkassen könnten helfen, etwa durch Info-Kampagnen. "Impfen muss Alltag für alle werden. Denn Impfen rettet Leben", so Spahn.

Impfquoten unter 90 Prozent

Nach einer Analyse der Barmer gibt es größere Impflücken als bisher angenommen. Die Kasse hat unter anderem für rund 45.700 Schulanfänger, die 2017 bei ihr versichert waren, Abrechnungsdaten geprüft. Danach waren bei keiner wichtigen Infektionskrankheit wie Masern, Mumps oder Röteln ausreichend Kinder immunisiert. Die Impfquoten lagen demnach durchweg unter 90 Prozent. Nach offiziellen Daten der Schuleingangsuntersuchungen beim Robert-Koch-Institut lag die Impfquote bei der ersten Masernimpfung 2017 bei rund 97 Prozent. Bei der zweiten Masernimpfung waren es fast 93 Prozent. Allerdings hatten rund neun Prozent der Schulanfänger keinen Impfausweis.

Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für eine Masern-Impfpflicht auf den Weg gebracht. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Die Impfpflicht gilt auch für bestimmte Erwachsene, wie Tagesmütter, Kita-Personal, Lehrer un Beschäftigte im Medizinbereich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro.

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass. Symbolbild

Bericht der Barmer Ersatzkassse -
Masern-Impfquoten niedriger als angegeben
 

Nach einer Barmer-Studie werden in Deutschland immer noch zuwenig Kinder geimpft. Um das zu ändern, plädiert der Chef der Kasse für eine Mischung aus Impfpflicht und Informationen.

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