Sie sind hier:

Fukushima-Ruine - Offenbar geschmolzener Brennstoff entdeckt

Datum:

Lavaähnliche Gebilde am Boden, dazwischen Trümmer und verkrustete Bereiche: Die Stillegung des 2011 havarierten Atomkraftwerks Fukushima wird noch Jahrzehnte dauern. Nun hat ein Roboter erstmals in der Ruine großflächige Ablagerungen entdeckt.

Japans Regierung will, dass sechs Jahre nach dem Unglück wieder mehr Menschen in die Orte um das ehemalige AKW Fukushima zurückkehren. Aber obwohl die Grenzwerte für Fukushima zwanzig Mal höher angesetzt wurden, werden sie dennoch überschritten.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

In der Ruine des japanischen Atomkraftwerks Fukushima hat ein Unterwasserroboter lavaähnliche Brocken entdeckt, bei denen es sich offenbar um geschmolzenen radioaktiven Brennstoff handelt. Wie die Betreiberfirma Tepco nach Beendigung der dreitägigen Robotermission mitteilte, wurden erstmals große Teile der erstarrten Klumpen gefunden. Sie befinden sich demnach am Boden eines Sicherheitsbehälters unter dem Reaktor Nummer drei des Atomkraftwerks.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die erstarrten Objekte eine Mischung aus geschmolzenem Metall und Brennstoff sind, die aus dem Behälter gefallen sind", sagte ein Tepco-Sprecher. Es sei "sehr wahrscheinlich" die erste Sichtung geschmolzenen Brennstoffs seit der Atomkatastrophe im Jahr 2011. Das Unternehmen werde die Aufnahmen des Roboters nun weiter analysieren.

Weiterer geschmolzener Brennstoff vermutet

Die Lokalisierung der Brennstoffreste ist ein wichtiger Teil beim Stilllegungsprozess des Kraftwerks, der Jahrzehnte dauern dürfte. Bereits im Februar hatte Tepco einen anderen Roboter in einem der drei beschädigten und verstrahlten Reaktoren eingesetzt. Die Mission in Reaktor Nummer zwei musste jedoch abgebrochen werden, weil der Roboter Schwierigkeiten bei der Bewegung hatte und sein Ziel unter der Druckschale nicht erreichen konnte. Auch dort wird geschmolzener Brennstoff vermutet.

Das Atomunglück von Fukushima in Folge der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März 2011 war das schwerste derartige Unglück seit der Katastrophe von Tschernobyl 1986. Die japanische Regierung rechnet für die Stilllegung Fukushimas, Entschädigungen und Dekontaminierung mit umgerechnet 165 Milliarden Euro. Der Prozess dürfte angesichts der Verstrahlung mindestens vier Jahrzehnte dauern.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.