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Fusion mit Renault: Fiat Chrysler will nicht

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Übernahmeangebot zurückgezogen - Fusion mit Renault: Fiat Chrysler will nicht

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Die angepeilte Fusion der Autobauer Fiat Chrysler und Renault ist geplatzt. Es heißt, Frankreichs Regierung habe auf die Bremse getreten.

Nach der geplatzten Fusion der Autobauer Fiat Chrysler und Renault schieben sich beide Seiten die Schuld zu. Valerie Haller mit einer Einschätzung von der Börse in Frankfurt.

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Die angestrebte Fusion von Fiat Chrysler (FCA) und Renault ist vom Tisch. Überraschend zog FCA sein Angebot in der Nacht "mit sofortiger Wirkung" zurück. Man sei zwar weiter von der Logik des Plans überzeugt, teilte der italienisch-amerikanische Autobauer mit. Allerdings sei klargeworden, dass die politische Situation in Frankreich einen Zusammenschluss gegenwärtig unmöglich mache. Renault erklärte, sein Verwaltungsrat habe keine Entscheidung über das Fiat-Angebot treffen können. Grund sei die Bitte französischer Regierungsvertreter, die Abstimmung später abzuhalten.

Grund für die Absage sei der Versuch Frankreichs, eine Entscheidung über die Fusion zu verschieben, zitiert die Agentur Reuters Fiat-Kreise. Ein weiterer Insider sagte dazu, Frankreich habe den 30 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss hinauszögern wollen, um mit Nissan und der Regierung in Tokio zu beraten. Frankreich hält 15 Prozent an Renault. Die Regierung in Paris hatte zwar die Verschmelzung grundsätzlich begrüßt. Allerdings stellte sie eine Reihe von Bedingungen wie eine Garantie zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Industrieanlagen in Frankreich. Zudem sollte der Renault-Partner Nissan eingebunden werden.

Zu klein für den Mobilitätswandel

Auch Italien hatte den Schutz von einheimischen Arbeitsplätzen gefordert. Eine Verständigung unter Einbeziehung der verschiedenen Interessen hätte in ihrer größten Variante zu einer Mega-Allianz führen können, die sogar Volkswagen und Toyota an der Weltmarktspitze in den Schatten gestellt hätte.

Experten hatten für den Fall eines Scheiterns über eine erweiterte Kooperation zwischen Fiat und Renault spekuliert. Beide Konzerne stehen unter Druck, weil sie für sich genommen zu klein sind, um die Kosten für den Wandel zu Mobilitätsanbietern zu stemmen. Renault hat zwar die Nase vorn bei Elektroautos. Hier hinkt Fiat hinterher. Beide Autobauer decken jedoch nur Teile des Weltmarktes ab. Fiat ist dank Chrysler vor allem stark in den USA, verbrennt in Europa aber Geld. Die Franzosen sind in Europa und in den Schwellenländern stark vertreten, dagegen in den USA nur über Nissan präsent. Auf dem weltgrößten Pkw-Markt China haben gleich beide Unternehmen Lücken.

Es wäre der drittgrößte Autobauer geworden

Erst vergangene Woche hatte FCA sein Ansinnen öffentlich gemacht, sich mit Renault zusammenzuschließen. Die Unternehmen hätten gemeinsam zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufsteigen und die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern können. Fiat Chrysler hatte vorgeschlagen, dass beide Unternehmensgruppen - also FCA und Renault - je die Hälfte an der neuen Gesellschaft halten. Zusammen würden sie auf 8,7 Millionen Fahrzeuge im Jahr kommen.

Renault hatte auf die Offerte mit Interesse reagiert. Auch der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, reagierte zunächst positiv. Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte am Mittwoch jedoch vor zu viel Eile bei den Gesprächen gewarnt. "Nehmen wir uns die Zeit, die Dinge richtig zu machen", sagte der dem Fernsehsender BFMTV.

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