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G20-Agrarminister - Gegen Protektionismus, für Klimaschutz

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Agrarministerin Klöckner spricht von einem "großen Durchbruch": Die Minister der G20-Staaten haben sich gegen Protektionismus und für Klimaschutz im Agrarbereich ausgesprochen.

G20-Agrarminister beim Gruppenfoto in Buenos Aires am 27.07.2018
Geschlossenheit beim Treffen der G20-Agrarminister in Buenos Aires Quelle: reuters

In ihrer Abschlusserklärung hoben die Minister aus den 20 großen Industrie- und Schwellenländern die Bedeutung eines "transparenten, offenen und regelbasierten multilateralen Handelssystems" hervor.

Die Erklärung sei "einmütig" gefasst worden, sagte der gastgebende argentinische Ressortchef Miguel Etchevehere am Samstag in Buenos Aires. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) sprach von einem "großen Durchbruch".

In ihrer Erklärung äußerten die Minister ihre Sorge vor zunehmenden protektionistischen Tendenzen. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln müsse der offene Austausch von Agrargütern fortgesetzt werden, forderten sie. Dies sei auch ein Beitrag zur "Ausmerzung von Hunger und Armut".

Klöckner lobt Bekenntnis zum Klimaschutz

Die Erklärung wurde auch von US-Agrarminister Sonny Perdue mitgetragen. Die Regierung in Washington hatte auf Grundlage der "America First"-Politik von Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten durch die Verhängung von Strafzöllen einen internationalen Handelskonflikt angezettelt, der auch vor dem Agrarsektor nicht Halt machte.

Agrarministerin Klöckner begrüßte in Buenos Aires das Bekenntnis zu einem Handel ohne Protektionismus. "Gemeinsamer Handel bewahrt vor Nationalismus und sichert den Frieden", erklärte sie. "Mit diesem G20-Treffen ist uns ein klarer Durchbruch für die Landwirtschaft, für das Klima und damit für die Verbraucher gelungen."

Klöckner hob besonders das Bekenntnis der Minister zum Klimaschutz hervor: "Es ist gut, dass wir alle den Klimawandel akzeptieren und die positive Rolle der Landwirtschaft beim Kampf gegen den Klimawandel stärken." Klöckner lud ihre Kollegen ein, gemeinsame Kriterien für eine Ackerbaustrategie zu entwickeln, die Produktivität mit Nachhaltigkeit verbindet, die Bodenbelastung verringert und zu mehr Artenvielfalt führt.

Beschränkung von Antiobiotika-Einsatz

In ihrer Abschlusserklärung sprachen sich die Minister für "Verbesserungen der nachhaltigen Bodennutzung" aus. Sie äußerten zugleich ihre Sorge über die "wachsende Häufigkeit und Intensität extremer Klimaphänomene und ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft".

Klöckner hob zudem hervor, dass sich die G20-Minister für eine deutliche Beschränkung beim Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung aussprachen: "Alle haben sich dazu bekannt, dass Antibiotika nur zu therapeutischen Zwecken und nicht präventiv oder zur Wachstumsförderung in der Tierhaltung eingesetzt werden darf."

Die Länder der G20 verfügen über gut 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen auf der Erde. Sie stehen zudem für 80 Prozent des weltweiten Handels mit Agrarprodukten.

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