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Verhandlungen bei G20-Gipfel - Sherpas vor langer Nacht

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Genug geredet, zumindest offiziell am ersten Gipfeltag. "Es war sehr intensiv", sagte Kanzlerin Merkel, bevor das Abendprogramm in der Elbphilharmonie begann. Klar ist: Die Unterhändler haben in der Nacht noch viel zu tun, damit in der Abschlussvereinbarung auch etwas steht.

Der G20-Gipfel in Hamburg hat begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet konstruktive Gespräche mit den Gipfelteilnehmern.

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"Wir haben sehr eng miteinander diskutiert", sagte Kanzlerin Angela Merkel zum Abschluss des ersten Verhandlungstages. Beim Thema Gefährlichkeit des Terrorismus, dessen Finanzierung und Verbreitung durch das Internet waren sich die Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel in Hamburg weitgehend einig. "Wir müssen uns besser austauschen", fasste Merkel die Diskussion zusammen. Für die Themen Welthandel und Klima gilt das eher weniger. Die Diskussion sei schwierig gewesen, sagte Merkel. "Da will ich gar nicht drumrum reden." Jetzt komme es auf die Verhandlungen der Unterhändler im Laufe der Nacht an. "Ich hoffe auf ein gutes Resultat", so Merkel.

Trump und Putin - zumindest höflich

Handfeste Ergebnisse gab es auch erst einmal nicht vom Nebengipfel an diesem Tag: dem ersten persönlichen Treffen von US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin. Eingeplant dafür im engen Gipfel-Zeitplan: eine halbe Stunde, am Ende sollen es etwa zwei gewesen sein. Ukraine, Syrien, die mögliche russische Einmischung in den US-Wahlkampf - zu reden gab es ja auch genug. Zumindest höflich waren sie zueinander: "Es ist eine Ehre, Sie zu treffen", sagte Trump zu Putin. Dieser entgegnete, er sei ebenfalls "erfreut" darüber. Solange Journalisten noch im Raum waren, sagte Putin noch, er hoffe "auf positive Ergebnisse". Und Trump, er hoffe, "dass positive Dinge geschehen".

Wie dringlich es ist, sich um diese und weitere Probleme der Welt zu kümmern, darauf hatte zum Gipfelauftakt auch Kanzlerin Merkel hingewiesen. Klima, Finanzmarktregelung, Flüchtlingsproblematik. Beim Thema Welthandel ist die Stimmung besonders gereizt, seitdem die USA mit Strafzöllen auf Stahlimporte drohen und die EU mit einer Gegenreaktion. Es gehe nun darum, "Lösung für die Probleme" zu suchen, sagte Merkel. "Wir wissen, dass die Zeit drängt." Lösungen um jeden Preis, das sei aber auch klar, werde es nicht geben. Jeder müsse kompromissbereit sein, aber "ohne uns zu sehr zu verbiegen". Unterschiede zwischen den Ländern könne man benennen. Alle könnten erwarten, "dass wir ordentlich arbeiten", sagte Merkel.

Nettigkeiten allein reichen nicht

Aber natürlich geht es bei solch einem Treffen nicht nur um Arbeit. Es geht um schöne Bilder. Die Partner der Staats- und Regierungschefs trafen sich heute zum Partnerprogramm unter Leitung von Merkels Ehemann Joachim Sauer - allerdings ohne US-Präsidentengattin Melania Trump, die aus Sicherheitsgründen ihre Unterkunft nicht verlassen durfte. Am Abend dann schöne Bilder vor der Elbphilharmonie, die die G20-Gegner gerne direkt gestört hätten.

Schon am Morgen versuchte man, nett zueinander zu sein. Bei dem obligatorischen Familienfoto verzichtet Trump auf Rempler. Fotos wurden gemacht, Trump, Merkel und Emmanuel Macron aus Frankreich steckten die Köpfe zusammen und flüsterten sich ins Ohr. Sie lachten, wirkten heiter. Ob die gute Laune bis zu den Abschlusserklärungen anhält, wird sich zeigen. Nur Nettigkeiten werden kaum reichen.

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