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Hamburg - G20: Merkel verhandelt und hofft

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Bundeskanzlerin Merkel hofft auf Fortschritte bei der Suche nach Lösungen in der Syrien- und der Ukraine-Krise. Das sagte sie nach ihrer Ankunft beim G20-Gipfel in Hamburg. Schwieriger werden nach ihrer Einschätzung die Verhandlungen mit den USA über den Klimaschutz.

Bundeskanzlerin Merkel, Gastgeberin des G20-Gipfels, trifft sich bereits vor Beginn des Gipfels mit US-Präsident Trump. Aus Hamburg berichtet ZDF-Reporter Wulf Schmiese.

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Auf die Frage, ob sie angesichts der neuen Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen Moskau zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vermitteln werde, sagte Merkel: "Mein Punkt ist nicht Vermittler, sondern Beiträge zu leisten zur Lösung solcher Probleme." Merkel sagte: "Wir wissen, dass wir in Syrien große Herausforderungen haben und ich hoffe, dass die Gespräche hier am Rande vielleicht auch einen Beitrag liefern."

Merkel: Gipfel bietet bessere Möglichkeiten als kleinere Treffen

Der Gipfel biete die Möglichkeit von Treffen, die es sonst in kleineren Konstellationen nicht gebe, sagte Merkel. "Insofern kann das ein Beitrag zur Lösung sein. Aber wir haben schon einige Probleme, die wir weiter bearbeiten müssen." Deutschland versuche auch im sogenannten Normandie-Format gemeinsam mit Frankreich eine Annäherung zwischen Russland und der Ukraine zu finden, sagte Merkel. Am Rande des Gipfels ist voraussichtlich am Samstagmorgen eine weitere Runde in diesem Format geplant.

Zum Klimaschutz erwartet Merkel Verhandlungen, "die nicht ganz so einfach sind". Wie ein möglicher Kompromiss aussehen könnte, könne sie noch nicht sagen, sagte die Kanzlerin. Es gebe verschiedene Optionen, die besprochen werden könnten. Auf dem Gipfeltreffen der großen Industrie- und Schwellenländer werden schwierige Gespräche über die Klimapolitik erwartet, da US-Präsident Donald Trump einen Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt hat.

Seitdem wird befürchtet, dass mehrere Schwellenländer ebenfalls aus dem Abkommen aussteigen könnten. "Viele, viele andere stehen weiter zu dem Pariser Abkommen", warb Merkel um Einigkeit. Die Unterhändler der Staats- und Regierungschefs haben in den vergangenen Tagen intensiv über den Entwurf der Abschlusserklärung des Gipfeltreffens beraten.

Trump steht für Protektionismus

"Natürlich werden wir auch Dissenz nicht übertünchen, sondern Dissenz auch benennen. Denn es gibt zu einigen wichtigen Fragen auch unterschiedliche Meinungen", sagte Merkel. Als besonders umstritten gilt außer dem Klimaschutz auch die Handelspolitik. Während Merkel um einen freien Welthandel auf der Basis gemeinsamer Regeln wirbt, vertritt Trump eine protektionistische Sichtweise und will allein nach den Interessen der USA handeln.

Es gebe im Kreis der G20 "unterschiedliche Vorstellungen" von der Globalisierung, sagte Merkel. Sie glaube, dass die Globalisierung zum Nutzen aller gestaltet werden könne, ohne dass es immer Gewinner und Verlierer gebe. "Nun wollen wir mal gucken, was wir zusammen hinbekommen."

Als Gastgeberin kommt auf Merkel die Verantwortung zu, die unterschiedlichen Interessen der großen Industrie- und Schwellenländer zu vereinen und gemeinsame Positionen auszuhandeln. "Die Tatsache, dass wir die Präsidentschaft inne haben, bedeutet für mich natürlich, dass ich hier deutsche und europäische Interessen vertreten werde", sagte sie. "Auf der anderen Seite bedeutet die Gastgeberrolle auch, dass ich alles daran setzen werde, Kompromisse zu finden, um Antworten auf die Fragen zu finden, die für die Gestaltung der Globalisierung wichtig sind."

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