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G7-Gipfel in Frankreich - Biarritz wird drei Tage lang zur Festung

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Die Angst vor Gewalt und Ausschreitungen beim G7-Gipfel an diesem Wochenende in Biarritz ist groß. Deswegen wird das Surferparadies am Atlantik praktisch abgeriegelt.

Sonne, Strand und Wellen: Im französischen Badeort Biarritz herrscht normalerweise im August Hochbetrieb. Für den G7-Gipfel ab Samstag wird das Surferparadies an der Atlantikküste nun jedoch für drei Tage in eine Festung verwandelt:

Was ist geplant?

Der französische Gastgeber Emmanuel Macron will Ausschreitungen von Gegnern des G7-Gipfels vermeiden, zu dem er vom 24. bis 26. August unter anderem US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Bei einem Besuch in dem Badeort im Mai hatte er "beispiellose" Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Wie viele Sicherheitskräfte sind im Einsatz?

Polizisten patrouillieren am "La grande plage" vor dem G7-Tagungsort Hotel du Palais
"La Grande Plage" in Biarritz: Polizisten patrouillieren vor dem G7-Tagungsort Hotel du Palais.
Quelle: imago

In Biarritz sind während der drei Gipfeltage ab Samstag nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner rund 13.200 Sicherheitskräfte im Einsatz. Unterstützt werden sie von Anti-Terror-Kräften der Armee. Nach Angaben Macrons werden Einsatzkräfte auch in den beiden Nachbarorten Anglet und Bayonne stationiert. In Teilen von Biarritz gilt für die Dauer des Gipfels ein Demonstrationsverbot.

Ist Biarritz während des Gipfels frei zugänglich?

Nein, die Stadt wird abgeriegelt. Der Flughafen von Biarritz wird für die Dauer des Treffens für den Linienverkehr geschlossen. Das gleiche gilt für Bahnhöfe in dem Badeort und in umliegenden Gemeinden, unter anderem in Bayonne. Spezialtechnik zur Abwehr von Drohnen ist im Einsatz.

Wie soll die Sicherheit in der Stadt gewährleistet werden?

Ähnlich wie beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 und anderen internationalen Treffen wird es in Biarritz zwei Sicherheitszonen geben: Rund um das Tagungszentrum im Luxushotel Hôtel du Palais mit Blick auf den Atlantik richten die Behörden eine scharf kontrollierte "rote Zone" ein. Dort ist Autoverkehr untersagt, nur die Delegationen und andere Befugte werden eingelassen. Auch der Hauptstrand Grande Plage im Zentrum wird für Besucher vollständig gesperrt.

Darüber hinaus gibt es eine "blaue Zone", zu der Autofahrer während des Gipfels nur mit einer speziellen Plakette Zugang haben. Auch Fußgänger müssen eine Berechtigung vorweisen. Betreiber von Restaurants und Geschäften fürchten deshalb große Einbußen zum Ende der Hauptsaison.

Womit rechnen die Behörden?

Sie rechnen mit massiven Ausschreitungen, wie es sie am Rande von G7- und G20-Gipfeln immer wieder gab. In Hamburg waren 2017 bei tagelangen Krawallen Hunderte Polizisten verletzt worden. Unbedingt vermeiden will Präsident Macron Szenen der Gewalt und von Plünderungen wie zuletzt am Rande der "Gelbwesten"-Proteste. Dabei gingen Autonome zum Teil in Schwarzen Blocks gegen Sicherheitskräfte vor, die mit Tränengas und Gummigeschossen antworteten.

Wie reagieren die Gipfelgegner?

Der Großteil will friedlich gegen den G7-Gipfel demonstrieren, zu einem "Gipfel der Alternativen" an der französisch-spanischen Grenze werden bis zu 12.000 Teilnehmer erwartet. Radikale Gruppen drohen aber mit Gewalt. Die französische Polizei nahm am Dienstag fünf Aktivisten vorübergehend fest, die über Online-Netzwerke zu Angriffen auf Sicherheitskräfte am Rande des Gipfels aufgerufen haben sollen. Vier von ihnen wurden später wieder freigelassen.

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