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Katar Konflikt - Gabriel: Wollen "keine Aufspaltung am Golf"

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Nächstes Reiseziel: Katar. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel besucht das isolierte Emirat. Als Vermittler sieht er sich jedoch nicht, diese Rolle habe der Emir von Kuwait. Deutschland habe in der Golfregion ein klares Interesse, sagt Gabriel im ZDF.

"Wir brauchen einen gemeinschaftlich handelnden Kooperationsrat", sagt Außenminister Sigmar Gabriel auf seiner Vermittlungsreise am Persischen Golf. Durch den aktuellen Streit zwischen mehreren arabischen Staaten und dem Emirat Katar droht eine …

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Nach Gesprächen mit den Kontrahenten des kleinen, aber sehr reichen Landes Katar in Saudi-Arabien, will sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel nun in dessen Hauptstadt Doha selbst ein Bild von der Lage machen. "Alle Seiten versuchen, einen Raum zu finden, sich zu verständigen", sagt Gabriel im ZDF morgenmagazin. Er gehe derzeit nicht davon aus, dass in der Region die Gefahr eines Krieges drohe. "Unser Eindruck ist, dass auch in Saudi-Arabien der Wunsch besteht, den Konflikt am Verhandlungstisch zu lösen", sagt der Bundesaußenminister.

Sein Anliegen auf dieser Reise sei es, zu hören, wie die unterschiedlichen Parteien die Situationen sehen. Wenn möglich, wolle er auch Vorschläge unterbreiten. Aber: "Es gibt den Emir von Kuwait, der die Rolle des Mediators übernommen hat. Das unterstützen wir", sagt der Bundesaußenminister. Es gebe aber auch eigene Interessen vor Ort. Deutschland wolle, "dass hier am Golf keine Aufspaltung stattfindet." Der Golf-Kooperationsrat sei Teil der Sicherheitsarchitektur in der Region. Die Stabilität am Golf sei auch im wirtschaftlichen Interesse Deutschlands. In der Konfliktlösung am Golf spiele laut Gabriel aber auch der US-Außenminister Rex Tillerson eine entscheidende Rolle.

Streitpunkt Terrorfinanzierung

Streitpunkt bleibt die Terrorfinanzierung. "Darüber muss man ernsthaft reden", sagt Gabriel. Katar erkläre, das mache das Land ohnehin nicht. Doch "auch wir haben Hinweise, dass es das von Personen gibt". Doch auch in Saudi-Arabien ist das ein Thema. "Zur Ehrlichkeit gehört, dass Saudi-Arabien selbst sehr viel tut", sagt der Bundesaußenminister. Die Saudis würden zugeben, dass es auch hier Einzelpersonen gebe, die Terrorismus finanzieren. Es gebe aber natürlich Ideen, wie man durch internationale Finanzinstitutionen die Geldflüsse kontrollieren könne.

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