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Wie Fußball - nur "die Herzfrequenz ist nicht so hoch"

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Marco Reus über E-Sport - Wie Fußball - nur "die Herzfrequenz ist nicht so hoch"

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Der Leistungssport rückt näher an den E-Sport heran. Auch Profi-Fußballer wie Marco Reus zocken hin und wieder gerne.

Fußballer wie Marco Reus sind für ihre Leistungen auf dem Platz bekannt. Was sie am Controller können, zeigen sie jetzt für den guten Zweck - in einem Match gegen E-Sportler.

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Die Welt des traditionellen Sports dürfte gestaunt haben, als Frank Kowalski, Chef des Deutschen Leichtathletik-Verbands und noch 2018 für die Europameisterschaft verantwortlich, seinen Job an den Nagel hängte und zum E-Sport wechselte. Als Geschäftsführer einer Eventagentur soll er im kommenden Sommer mit den "Global Masters - The E-Sport Celebration" einen neuen Meilenstein setzen. Mehr als 60.000 Menschen sollen drei Tage lang in Gelsenkirchen bei verschiedenen Wettkämpfen zuschauen können.

Spitzenfußballer spielen "Fortnite" für den guten Zweck

Genauso überraschend dürfte ein kleineres Event gewesen sein, das am Mittwoch in Köln organisiert wurde. Bei der "Mashup-Competition" trat nämlich der Großteil der Fußball-Nationalspieler im Computerspiel "Fortnite" gegeneinander an. Marco Reus, Julian Brandt und Timo Werner outeten sich da als Gamer, zusammen mit den Kollegen Stindl, Klostermann, Waldschmidt, Stark und Havertz.

"Man findet schon ab und zu mal die Zeit und hat ein bisschen Spaß an der Konsole", erzählt Marco Reus. "Mit seinen Freunden kann man heutzutage ja auch viel online machen. Das kommt nicht zu kurz." Wer professionell Computerspiele spielt, erbringe eine Leistung, glaubt Reus. Das sei ähnlich wie beim Fußball. "Die Herzfrequenz ist nicht so hoch vielleicht. Aber ich glaube schon, dass  die Jungs extrem viel Gas geben und sich extrem konzentrieren."

E-Sport ist in Deutschland kein offizieller Sport

Mehr als zehn Bundesliga-Vereine haben bereits eigene E-Sport-Teams. Die Deutsche Eishockey Liga startete vor Kurzem sogar einen virtuellen Ableger. In Deutschland können nicht nur einige E-Sportler mit Computerspielen ihren Lebensunterhalt verdienen, sondern auch Streamer, die ihre Spiele auf der beliebten Video-Plattform Twitch übertragen. Auch einige Profi-Fußballer streamen bereits und finden dabei immer mehr Beachtung. "Es gibt immer mehr Interessenten", sagt Reus. "Wenn die Jungs online sind, gucken Hunderttausende von Leuten mit und wollen auch etwas lernen. Und so verdienen die Jungs ja auch ihr Geld."

In zahlreichen Ländern ist E-Sport bereits offiziell als Sport anerkannt. In Deutschland dürfte das allerdings noch länger dauern. Der Deutsche Olympische Sportbund verweigert beharrlich seine Zustimmung. "Ich weiß nicht, ob es irgendwann gleich ist mit dem Fußball oder mit anderen Sportarten", sagt Reus bei der "Mashup-Competition". "Das muss es ja auch gar nicht. Man kann ja auch zusammenkommen, so wie heute. Einfach zusammen Spaß haben, darum geht's."

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Hände und Augen müssen gut zusammenarbeiten.

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