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GASIM-Analyse - Behörden erwarten offenbar mehr illegale Migranten

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Deutsche Behörden rechnen damit, dass die Zahl illegaler Migranten in den kommenden Monaten steigen wird. Das geht laut einem Bericht aus einer Analyse des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (GASIM) hervor. Allerdings gibt es bislang 2017 deutlich weniger illegale Grenzübertritte.

In einer ehemaligen US-Kaserne in Bamberg leben 1200 Flüchtlinge – bald könnten es fast dreimal so viel sein. Die Anwohner sehen das mit großer Sorge, zumal die Polizei seit Eröffnung der Einrichtung mehr Straftaten bei Migranten feststellt.

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Deutsche Behörden rechnen im zweiten Halbjahr mit einem Anstieg unerlaubter Einreisen von Asylsuchenden. Das geht laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" aus einer aktuellen Analyse des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (GASIM) hervor. Darin heiße es: "Mehrere Indikatoren lassen einen Anstieg der illegalen Migration nach Deutschland in der zweiten Jahreshälfte erwarten." Hintergrund sind laut Bericht unter anderem die Überfahrten über das Mittelmeer und das Erreichen der Kapazitätsgrenze in Italien.

Zehntausende Flüchtlinge 2017 in Italien - Land überfordert

An italienischen Häfen sind in diesem Jahr bereits mehr als 95.000 Schutzsuchende angekommen. Das Land fühlt sich mit der Lage überfordert. In Deutschland ist die Zahl der registrierten illegalen Grenzübertritte - verglichen mit dem Vorjahr - deutlich gesunken. Im ersten Halbjahr 2017 zählte die Bundespolizei nach eigenen Angaben 24.750 Fälle, in denen Menschen unerlaubt einreisten oder dies zumindest versuchten. Der Großteil der Menschen stellte nach der Ankunft einen Asylantrag. Insgesamt wurden damit deutlich weniger Fälle erfasst als im Vorjahreszeitraum (129.315).

Insgesamt kamen im ersten Halbjahr laut dem Flüchtlingsbundesamt (BAMF) rund 90.400 Ausländer neu in Deutschland an, die hier Schutz suchten.

Im GASIM tauschen diverse Behörden Erkenntnisse zu Migrationsbewegungen aus - darunter die Bundespolizei, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Bundesnachrichtendienst und das Außenamt.

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