Sie sind hier:

Internationale Geberkonferenz - Deutschland sagt Syrien weitere Milliarde zu

Datum:

Deutschland verspricht den Opfern des Syrienkriegs auf einer Spendenkonferenz zusätzliches Geld. Die Situation im Bürgerkriegsland ist laut UN-Generalsekretär "erschütternd".

Deutschland stellt eine weitere Milliarde Euro für notleidende Menschen in Syrien bereit. Das gab Außenminister Maas auf der Geberkonferenz in Brüssel bekannt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Die Bundesregierung stelle eine Milliarde Euro zusätzlich für dieses und die nächsten Jahre zur Verfügung, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch. Damit werde das Engagement für die Krisenregion auf dem bisherigen hohen Niveau weitergeführt. Die Summe soll um weitere 300 Millionen Euro erhöht werden, wenn dies mit dem neuen Bundeshaushalt genehmigt wird. Maas äußerte sich am zweiten Tag der Syrien-Hilfskonferenz in Brüssel.

Viele Millionen Menschen betroffen

Die Organisatoren der Konferenz, die Europäische Union (EU) und die Vereinten Nationen (UN), hoffen die Spendensumme von 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2017 übertreffen zu können. Das Ergebnis wird am Abend erwartet. Die Lage in dem Land ist nach Worten von UN-Generalsekretär Antonio Guterres nach sieben Jahren Krieg "erschütternd". Mittlerweile lebten 13 Millionen in schlechten Bedingungen, 5,6 Millionen seien geflohen. "Attacken auf zivile Einrichtung und Krankenhäuser sind Normalität." Am Vortag hatte ein UN-Vertreter betont, dass wegen der Dauer und Intensität des Konflikts die Ressourcen der Organisation nahezu ausgeschöpft seien.

Wegen der katastrophalen Lage in Syrien reichen finanzielle Hilfszusagen nach Worten der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini nicht aus. "Wir stecken in einem Kreislauf der Gewalt, der sich wiederholt." Gelöst werden könne der Dauerkonflikt nur durch politische Gespräche unter Leitung der UN. Opposition und Regierung sowie ihre Verbündeten müssten an einen Tisch. "Der Prozess wird nicht einfach, wir sind nicht naiv." Ein Krieg könne zu einem militärischen Sieg führen, aber nicht zu Frieden.

Libanon ruft um Hilfe

Desolat ist die Situation auch in den Nachbarländern. Seit der Konferenz vor einem Jahr habe sich die Situation im Libanon verschlechtert - trotz aller Bemühungen, berichtete Ministerpräsident Saad al-Hariri. Die Spannungen zwischen den 1,5 Millionen Syrern im Land und der einheimischen Bevölkerung nähmen zu, da beide Gruppen um die gleichen Jobs kämpfen würden. "Der Libanon ist ein großes Flüchtlingslager."

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.