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Anklage gegen Jérôme Boateng

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Gefährliche Körperverletzung - Anklage gegen Jérôme Boateng

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Jérôme Boateng droht gerichtlicher Ärger: Gegen ihn liegt eine Angklage wegen gefährlicher Körperverletzung vor.

Fußballer Jerome Boateng. Archivbild
Fußballer Jerome Boateng. Archivbild
Quelle: Marius Becker/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat den früheren Fußballnationalspieler Jérôme Boateng wegen gefährlicher Körperverletzung an seiner ehemaligen Lebensgefährtin angeklagt. "Nach umfangreichen Ermittlungen" sei am 11. Februar Anklage erhoben worden, berichteten "Süddeutsche Zeitung" und WDR. Boatengs Anwalt erklärte, es gehe um einen privaten Sachverhalt, der im Wesentlichen auf unbewiesenen Behauptungen Dritter beruhe.

In einem weiteren Fall ermittelt die Polizei der Staatsanwaltschaft zufolge wegen des Verdachts der Körperverletzung anlässlich eines Vorfalls "von vor zwei Wochen". Ein drittes Verfahren wegen Sachbeschädigung sei "im Hinblick auf das Verfahren bei Gericht vorläufig eingestellt" worden. Die Anwaltskanzlei, die Boateng vertritt, erklärte laut WDR und SZ, es handle sich um einen "privaten Sachverhalt, der im Wesentlichen auf unbewiesenen Behauptungen Dritter beruhe".

Erhoffter Transfer platzte wiederholt

Schon in den Tagen zuvor war Boateng in aller Munde gewesen - allerdings aus sportlichem Grunde. Er hätte seinen Geburtstag gerne in England oder Italien gefeiert, nicht auf dem Gelände des FC Bayern. Doch schon im zweiten Jahr in Folge platzte der erhoffte Transfer des Abwehrspielers, der vom einst gefeierten Weltmeister zum Ladenhüter geworden ist. Nachdem die Münchner im vergangenen Sommer trotz eines konkreten Angebots von Paris St. Germain noch ihr Veto eingelegt hatten, gab es diesmal schlicht nicht den passenden Abnehmer für den ehemaligen Nationalspieler. Kurz vor Transferschluss hatte auch Juventus Turin abgewunken.

Dabei ist es noch keine drei Jahre her, da gehörte Boateng als All-Star der EURO in Frankreich und Deutschlands "Fußballer des Jahres" zu den Führungsfiguren. "Boss" Boateng war bei den Bayern der Abwehrchef, er war einer der Stars der Szene, eine Marke mit eigener Sonnenbrillen- und Kopfhörer-Edition. Sogar das Lifestyle-Magazin "Boa" hob der gebürtige Berliner aus der Taufe.

Und jetzt?

In der Nationalmannschaft wurde Boateng im Frühjahr nach 76 Länderspielen von Bundestrainer Joachim Löw auf wenig elegante Weise ausgebootet. Und beim FC Bayern kommt der Innenverteidiger schon länger nicht mehr über eine Nebenrolle hinaus. Nun droht es auch noch juristisch brenzlig zu werden. Seine aktuelle sportliche Lage hat Boateng noch nicht kommentiert. Vor Wochen hatte er allerdings betont, dass er seine Karriere keinesfalls "ausklingen lassen will, im Gegenteil". Nachdem er in der vergangenen Saison "so oft gebremst wurde, will ich zeigen: Ich bin noch voll da. Ich brenne immer noch. Ich bin heiß." Die Frage bleibt, ob er das beim FC Bayern zeigen darf.

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