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Gegen früheren Ghostwriter - Kohl-Witwe will weiter klagen

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Am 16. Juni 2017 starb Altkanzler Helmut Kohl. Der Prozess gegen seinen ehemaligen Ghostwriter Heribert Schwan lief da noch. Seine Witwe will diesen fortsetzen.

Maike Kohl-Richter, Witwe von Altkanzler Helmut Kohl. Archivbild
Maike Kohl-Richter, Witwe von Altkanzler Helmut Kohl. Archivbild
Quelle: Andreas Arnold/dpa

Am zweiten Todestag des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl hat seine Witwe erklärt, warum sie weiter gegen den früheren Ghostwriter ihres Mannes, Heribert Schwan, klagt. Eigentlich klage nicht sie, heißt es in einem Schreiben von Maike Kohl-Richter. Sie setze nur die Prozesse fort, "die mein Mann im Jahr 2012 bzw. 2014 begonnen hat".

Sie will erreichen, dass weitere Textstellen aus Schwans Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" verboten werden. Auch fordert sie die Herausgabe von Tonbändern.

Das von Schwan 2014 veröffentlichte Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" sei "ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Menschen mit seinen eigenen, im privaten Raum gesprochenen Worten zum Zeugen gegen sich selbst macht". Vor der Fertigstellung hatten sich Kohl und Schwan zerstritten. Daraufhin schrieb der Journalist auf eigene Faust sein Buch mit deftigen Zitaten, die Kohl nicht zur Veröffentlichung freigegeben hatte.

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