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Geisel war "Zufallsopfer" - Geiselnehmer plante Brandanschlag

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Die Geiselnahme in Köln hat Polizei und Bevölkerung in Atem gehalten. Doch der mutmaßliche Täter hatte laut Ermittlern einen anderen Plan.

Polizei vor Kölner Hauptbahnhof
Absperrungen am Kölner Hauptbahnhof nach der Geiselnahme am Montag.
Quelle: dpa

Der Kölner Geiselnehmer hatte sich nach Einschätzung der Polizei nicht vor, sich mit einer Frau in der Apotheke zu verschanzen. "Der eigentliche Tatplan war die Brandlegung im McDonalds", sagte Klaus-Stephan Becker, der Chef der Kölner Kripo.

Die Geisel sei wahrscheinlich "ein Zufallsopfer" gewesen. Der 55-jährige Syrer hatte am Montag einen Brandanschlag auf ein Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof verübt und anschließend eine Frau als Geisel genommen.

Der Mann war bei dem Zugriff der Polizei am Montagnachmittag schwer verletzt worden und musste reanimiert werden. Mittlerweile schwebt er aber nicht mehr in Lebensgefahr. Er liege aber weiter im Koma, heißt es von der Polizei.

Bisherige Erkenntnisse der Polizei zum Geiselnehmer von Köln im Überblick:

  • 55 Jahre alter Syrer mit Flüchtlingsstatus - sein Ausweis wurde am Tatort gefunden
  • seit März 2015 in Deutschland, Aufenthaltserlaubnis bis Juni 2021
  • 13 Mal polizeilich "in Erscheinung getreten". Delikte: Drogen, Diebstahl, Bedrohung, Körperverletzung
  • Mann war arbeitslos und hatte psychische Probleme
  • Bruder und Sohn leben in Deutschland, Frau soll noch in Syrien sein
  • In der Wohnung des Mannes wurden arabische Schriftzeichen gefunden, aber kein Bekenntnis zum IS

Der Geiselnehmer am Kölner Hauptbahnhof war ein polizeibekannter anerkannter Flüchtling aus Syrien. Sein Motiv ist weiter unklar.

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