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Geplante US-Militärübungen - Moskau ruft zu Einlenken im Nordkorea-Konflikt auf

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Wegen der zunehmenden Spannungen im Nordkorea-Konflikt hat Russlands Außenminister Lawrow Pjöngjang und Washington zu einem Einlenken aufgerufen. Nordkorea solle auf weitere Raketentests verzichten, die USA und Südkorea sollten ihre Großmanöver einstellten. Doch Trump denkt nicht an Mäßigung.

US-Präsident Trump hat im Streit mit Nordkorea nachgelegt. Er verglich die militärische Bereitschaft der USA indirekt mit einem geladenen und entsicherten Colt. Kanzlerin Merkel sagte, sie halte eine Eskalation der Sprache für die falsche Antwort.

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"Falls es zu einer Schlacht kommt, sollte derjenige, der stärker und schlauer ist, den ersten Schritt weg von der gefährlichen Linie machen", sagte der Moskauer Chefdiplomat Lawrow an diesem Freitag der Agentur Interfax zufolge. "Die Rhetorik in Washington und Pjöngjang beginnt leider auszuufern", sagte Lawrow. Das Risiko einer militärischen Konfrontation sei dadurch sehr hoch. "Wir hoffen dennoch, dass der gesunde Menschenverstand siegen wird." Russland und China haben nach seinen Angaben einen Plan zur Entschärfung der Nordkorea-Krise ausgearbeitet. Dieser sehe vor, dass Nordkorea auf weitere Raketentests verzichte und die USA und Südkorea ihre Großmanöver einstellten.

Südkorea und die USA halten an Manöverplänen fest

Ungeachtet der russischen Empfehlung soll die Übung der USA und Südkorea aber wie geplant vom 21. bis 31. August stattfinden, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums kurz nach Lawrows Äußerungen. Daran sollen nach bisherigen Planungen 30.000 Soldaten teilnehmen.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Nordkorea wieder unverhohlen mit einem militärischen Vorgehen gedroht. "Die militärischen Lösungen sind nun vollständig vorbereitet", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er verglich die Einsatzbereitschaft der USA in seinem Tweet indirekt mit einem Colt, der "geladen und entsichert" sei, "sollte Nordkorea sich unklug verhalten".

Merkel warnt vor Militäreinsatz - Schulz für Deal

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte unterdessen vor einer "Eskalation der Sprache". "Ich sehe keine militärische Lösung des Konfliktes" und eine solche halte sie auch "nicht für geboten", sagte sie. Auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat US-Präsident Donald Trump eine Mitverantwortung für die Eskalation des Nordkorea-Konfliktes gegeben. "Jeder Tropfen Öl, der beim Thema Nordkorea ins Feuer gegossen wird, ist zu viel", sagte von der Leyen den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland mit Blick auf die Äußerungen des US-Staatschefs. "Präsident Trump hätte besser geschwiegen".

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz brachte eine diplomatische Lösung nach dem Vorbild des Atomdeals mit Iran ins Gespräch. "Vielleicht kann man mit einer vergleichbaren Vorgehensweise die nukleare Rüstungsbegrenzung in Nordkorea erreichen", sagte der Parteichef der Sozialdemokraten. "Ich glaube, es ist die Stunde der Diplomatie, um zu vermeiden, dass es zu weiterer militärischer Eskalation kommt." Alle Vorschläge dazu von Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats müssten geprüft werden, sagte Schulz.

Mattis: Krieg mit Nordkorea wäre "Katastrophe"

US-Verteidigungsminister James Mattis sagte am Donnerstag (Ortszeit) an Reporter in Kalifornien gewandt, es sei zwar seine Verantwortung, militärische Optionen zu erwägen - doch die Vereinigten Staaten wollten sich auf eine diplomatische Lösung konzentrieren. Die Tragödie des Krieges sei bekannt. "Es braucht keine weitere Beschreibung außer dem Fakt, dass es eine Katastrophe wäre."

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