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Eurowings streicht mehr als 100 Flüge

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Dreitägiger Streik - Eurowings streicht mehr als 100 Flüge

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Kurz vor den Streiks über Silvester ist Germanwings der Gewerkschaft Ufo noch einmal entgegengekommen - vergebens. Nun steht fest: Am Montag und Dienstag fallen 108 Flüge aus.

Flugbegleiter der unabhängigen Flugbegleiterorganisation Ufo haben sich am 07.11.2019 zu einer Kundgebung vor dem Terminal am Münchner Flughafen versammelt.
Das Angebot von Germanwings reicht der Gewerkschaft Ufo nicht: Sie will trotzdem über Silvester streiken.
Quelle: DPA

Germanwings-Passagiere müssen sich weiterhin auf einen dreitägigen Streik bei der Airline ab Montag einstellen. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo lehnte ein Angebot der Lufthansa-Tochter ab. Das Entgegenkommen von Germanwings sei kein Grund, den Streik abzusagen, hieß es in einem Schreiben der Ufo an ihre Mitglieder. Als Konsequenz hat Eurowings nun mehr als 100 Flüge abgesagt: Am Montag und Dienstag fallen jeweils 54 Flüge aus. Germanwings führt ihre Flüge für Eurowings aus.

Nach Berechnungen der Plattform "austrianaviation.net" sind an den Streiktagen Montag, Dienstag und Mittwoch insgesamt 229 von 795 Eurowings-Starts gefährdet. Zuvor war Germanwings der Gewerkschaft in einer Mitteilung im zentralen Streitpunkt entgegen gekommen.

Die Airline biete "den Tarifvertrag Teilzeit der Lufthansa vollumfänglich und mit sofortiger Wirkung an", heißt es in der Mitteilung. Die Gewerkschaft betonte danach, klare Forderungen gestellt zu haben, über die sie auch weiter verhandeln würde, "aber dazu kam leider keine Antwort außer dieser polemischen Pressemitteilung".

Diese Flüge sind am Montag abgesagt

Ufo droht mit Ausdehnung des Streiks

Zwar stand kurzzeitig eine Absage des Streiks im Raum. Ufo-Sprecher Nicoley Baublies hatte in Bezug auf die angekündigte Übernahme des Lufthansa-Tarifvertrags der Deutschen Presse-Agentur gesagt: "Sollte das tatsächlich helfen, werden wir den Streik absagen." Im Gespräch mit der Tarifkommission entschied man sich dann aber gegen die Absage - und drohte in dem Brief an die Mitglieder sogar mit einer Ausdehnung des Streiks: "Ganz im Gegenteil fürchten wir, bei der Kommunikation des Managements, dass drei Tage noch lange nicht genug sein werden."

Vor den Streiks bei Germanwings hat der Lufthansa-Konzern der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO ein Angebot gemacht. Die UFO schmetterte dieses aber ab, berichtet Isabel de la Vega.

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Die Regelungen zur Teilzeit waren bisher der offizielle Streikgrund. Nach Ansicht von Germanwings entbehrt mit dem jüngsten Angebot "der angekündigte Streik der von Ufo formal angeführten Grundlage". Dabei ist laut Eurowings Teilzeit ohnehin schon "seit vielen Jahren gelebte Praxis im Unternehmen".

Im Jahr 2019 seien für die rund 800 Flugbegleiter fast alle Teilzeit-Wünsche realisiert worden, teilte Eurowings im Zuge des neuen Angebots an Ufo mit. "Lediglich für 11 Mitarbeiter konnte deren bevorzugter Wunsch nach Teilzeit aus operationellen Gründen nicht gewährt werden", heißt es in der Mitteilung. Für diese Einzelfälle einen dreitägigen Streik vom Zaun zu brechen, sei unverhältnismäßig, sagte Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino laut der Mitteilung.

Die Gewerkschaft der Flugbegleiter, UFO, hat zum Jahreswechsel einen dreitägigen Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings angekündigt. Die Muttergesellschaft ist zunächst nicht betroffen, aber weitere Streiks, auch gegen Lufthansa, könnten folgen.

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Ausstand bis einschließlich Neujahr

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1.500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Am Freitag hatte Ufo die Flugbegleiter von Germanwings zu einem dreitägigen Streik ab dem kommenden Montag (30.12.) aufgerufen. Der Ausstand soll bis einschließlich Neujahr dauern. Weitere Streiks bei der Lufthansagruppe werde man frühestens nach dem 2. Januar verkünden, sagte Ufo-Vize Daniel Flohr.

Neue Streiks an Silvester -
Warum es im Ufo-Lufthansa-Streit nicht weitergeht
 

Zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und dem Lufthansa-Konzern ist die Stimmung schon lange unterkühlt. ZDF-Korrespondent Peter Wagner sieht nur eine Lösung.

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