ZDFheute

Mehr als 170 Flüge abgesagt

Sie sind hier:

Germanwings-Flugbegleiter streiken - Mehr als 170 Flüge abgesagt

Datum:

Wegen des geplanten Streiks der Flugbegleiter fallen von Montag bis Mittwoch mehr als 170 Eurowings-Flüge aus. Betroffen sind vor allem Inlandsverbindungen.

Im Tarifstreit bei Germanwings hat die Gewerkschaft Ufo hat ein Schlichtungsangebot abgelehnt. Von Montag bis Mittwoch fallen wegen Streiks über 170 Eurowings-Flüge aus.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Neben den Inlandsflügen wurden auch einige Verbindungen nach Österreich und in die Schweiz storniert. Vor allem die Flughäfen Köln-Bonn, München, Hamburg und Berlin-Tegel sind betroffen. Hier steht, welche Flüge genau ausfallen. Der Streik soll am Montag um 0 Uhr beginnen und am Mittwoch um 24 Uhr enden.

Germanwings führt seine Flüge für Eurowings aus. Nach Angaben des Unternehmens gehören 30 der rund 140 Eurowings-Flugzeuge zu Germanwings.

Streit um Teilzeitregelungen

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1.500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen. Offizieller Streikgrund ist ein Streit der Gewerkschaft mit der Arbeitgeberseite um Regelungen zur Teilzeit.

Warnstreik der Flugbegleiter (Archiv).
Die Ufo-Flugbegleiter haben in dem Tarifkonflikt schon mehrfach die Arbeit niedergelegt.
Quelle: Silas Stein/dpa

Eurowings warf Ufo eine rücksichtslose "Machtpolitik auf dem Rücken von Kunden und Mitarbeitern" vor und kritisierte das Nein der Gewerkschaft zu einer Schlichtung. Der Streikaufruf von Ufo sei "völlig unverständlich und unverhältnismäßig", erklärte das Unternehmen in München.

Die Gewerkschaft wende sich gegen den Teilzeit-Tarifvertrag bei Germanwings, obwohl das Unternehmen in einer Schlichtung gemeinsam erarbeitete Teilzeitmodelle schon seit einem Jahr anwende.

"Spielchen" und "unschöne Rhetorik"

Dagegen warf die Gewerkschaft der Konzernführung irreführende "Spielchen" vor. Germanwings wolle mit "wohlfeilen Formulierungen" und "Spielchen" den Eindruck erwecken, das Unternehmen erfülle die Forderungen des Kabinenpersonals, schrieb die Tarifkommission zu dem Schlichtungsangebot.

Wer die Germanwings-Mitteilung genau lese, sehe, "dass man uns nicht den von uns verhandelten Tarifvertrag, sondern die Regelungen der Lufthansa aufs Auge drücken will". Der Mutterkonzern Lufthansa habe aber weniger Teilzeitmöglichkeiten als Germanwings, einige Modelle seien nur befristet, andere ließen sich nicht kombinieren.

Außerdem versuche Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino "mit wirklich unschöner Rhetorik", das Kabinenpersonal "unter Druck zu setzen", hieß es in dem Schreiben der Tarifkommission weiter.

Wollen wir wirklich leidenschaftliche Service-Mitarbeiter zwischen Weihnachten und Neujahr mit der Frage belasten, ob sie ihre Fluggäste in einer ganz wichtigen Ferienphase einfach stehen lassen?
Mit dieser Frage hatte Sciortino sein Schlichtungsangebot verknüpft

Die Gewerkschaftsvertreter erklärten, Germanwings sei am Samstag telefonisch noch einmal mitgeteilt worden, "was es braucht, um den Streik noch abzusagen". Ufo habe "klare Forderungen" aufgestellt und würde darüber "zur Not" auch noch am Sonntag verhandeln, hob die Gewerkschaft hervor. Auf dieses Angebot habe Germanwings aber nicht reagiert. Angesichts des Vorgehens der Unternehmensführung sei hinsichtlich der Streiks zu befürchten, "dass drei Tage noch lange nicht genug sein werden".

Hinter dem Arbeitskampf steht ein erbitterter Streit zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und der Lufthansa: Der Konzern zweifelt die Vertretungsbefugnis von Ufo für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Die Streiks hält er daher für rechtswidrig. Nach Angaben von Ufo geht es um Gehaltserhöhungen, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen bei den Lufthansa-Töchtern.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.