Sie sind hier:

Gespräch mit Astro-Alex - Vom Leben als Kommandant der ISS

Datum:

Der direkte Draht vom Mainzer Lerchenberg zur ISS: Claus Kleber im Interview mit Alexander Gerst - seit 3. Oktober erster deutscher Kommandant der Weltraumstation.

Das Vertrauen in Russlands Raumfahrt sei "nach wie vor sehr, sehr hoch", sagt ISS-Kommandant Alexander Gerst zum Sojus-Fehlstart. Mit Claus Kleber spricht er übers Leben im All.

Beitragslänge:
8 min
Datum:

Der erste deutsche Kommandeur der Internationalen Raumstation ISS, Alexander Gerst, betritt schon vor den Weihnachtsfeiertagen wieder deutschen Boden. Der Grund für den Fehlstart einer russischen Sojus-Trägerrekete sei gefunden worden, erklärte er gegenüber Claus Kleber. Demnach war eine Schlamperei bei der Endmontage für den Unfall zwei Minuten nach dem Start verantwortlich.

Im Interview mit dem heute journal wertete Gerst den Zwischenfall als weniger tragisch. Gerade in so einem Fall hätte die Rakete gezeigt, dass sie den Start rechtzeitig abbricht und dahingehend reagiert, dass die Crew den Start überlebt. "Unser Vertrauen ist nach wie vor sehr, sehr hoch in die russische Raumfahrt", unterstrich er.

"Wir schauen als Freunde herunter"

Die Welt betrachte er vom Kosmos aus allerdings manchmal mit Besorgnis. Ihm sei es sehr wichtig, dass er beim internationalen Tagesgeschehen dranbleibe, deswegen lasse er sich täglich aktuelle Nachrichten ins All hochladen, so Gerst. "Wichtig ist uns allen die internationale Zusammenarbeit. Wir sehen auf den Planeten herunter, meine Kollegen aus den USA und Russland. Wir schauen als Freunde herunter. Da ist nicht nur Freude dabei, sondern auch Besorgnis."

Hundert Experimente im All

Wir schließen Lücken in allen möglichen Forschungsbereichen, um das Leben auf der Erde besser zu machen.
Alexander Gerst

Vom Alltag auf der ISS berichtete er, dass vor allem der Forschungswert seiner Zeit auf der Raumstation von hohem Wert sei. Hundert Experimente habe er mit seinen Kollegen durchgeführt, was für ihn als Wissenschaftler sehr spannend sei.

"Da geht es einfach darum, Dinge zu tun, die uns allen helfen auf der Erde", beschrieb er seine Arbeit, die von der Erforschung über Krebsmedikamente über Schlaganfälle bis zu neuen Erkenntnissen zum Immunsystem reiche. "Wir schließen Lücken in allen möglichen Forschungsbereichen, um das Leben auf der Erde besser zu machen", zeigte er sich zufrieden mit den Ergebnissen und ergänzte: "Dazu kommt dann noch der wahnsinnige Blick aus dem Fenster."

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.