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Aktionstag "Erholsamer Schlaf" - Gesunder Schlaf - und was ihn stören kann

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Wer nicht gut schläft, hat ein höheres Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen. Denn: Schlaf ist das wichtigste Regenerationsprogramm für unseren Körper.

Was ist dran an der Behauptung, mit einer bestimmten Methode kann jeder innerhalb von zwei Minuten einschlafen? Wir haben es ausprobiert.

Beitragslänge:
2 min
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Schlaf ist die beste Medizin

Mädchen streckt ihre Arme im bett

Erholsamer Schlaf stärkt unser Immunsystem und reguliert das Körpergewicht. Wer gut schläft, verringert das Risiko für Herz-Herzkreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Diabetes und für psychische Erkrankungen. "Trotzdem stehen mehr als 80 Prozent der Deutschen morgens mit dem Wecker auf und beenden das wichtigste Regenerationsprogramm des Menschen vorzeitig", sagt der Psychologe Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum Klingenmünster. "Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf unserem Planeten, welches seinen Schlaf künstlich verkürzt."

Wenn der Schlaf gestört ist

Schlafender Mann im Bett

Die häufigste Schlafstörung ist die Insomnie, also die Ein- und Durchschlafstörung. Die ersten Anzeichen: Wenn man an mindestens drei Nächten in der Woche mehr als 30 Minuten benötigt, um einzuschlafen. Am Tage erlebt der Patient Erschöpfung, er hat Aufmerksamkeitsprobleme und emotionale Verstimmungen. "Wenn diese Symptome mindestens vier Wochen lang auftreten, sprechen wir von einer Schlafstörung", sagt Psychologe Hans-Günter Weeß.

Die Ursachen

Junge schläft über seinem Laptop ein

"Die beiden Faktoren 'unbedingt schlafen wollen' und 'nicht abschalten können' sind die häufigsten Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen", sagt Hans-Günter Weeß. Das führe zur Anspannung. "Und Anspannung ist der Feind des Schlafes". Es gibt aber noch andere Gründe. Schmerzsyndrome, Schilddrüsenfehlfunktionen, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, aber auch die Nebenwirkungen von Medikamenten können uns den Schlaf rauben. Und: Eine falsche Ernährung, Arbeiten oder Sport bis kurz vor dem Zubettgehen können Schlafstörungen begünstigen.

Die Betroffenen

Mitarbeiter in einem Büro arbeiten in der Nacht. Symbolbild

Etwa sechs Prozent der Deutschen leiden an einer behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörung. Gefährdet sind Schichtarbeiter und Menschen mit chronischen organischen oder psychischen Erkrankungen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, denn: "Frauen grübeln mehr und verdrängen weniger als Männer, aber auch hormonelle Schwankungen können für Schlafstörungen bei Frauen ursächlich sein", sagt Psychologe Weeß. Ältere Menschen leiden ebenfalls häufiger an einer Ein- und Durchschlafstörung.

Die Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt zwei Strategien. Die Erste: Schlafmittel, die rasch helfen, jedoch nur das Symptom behandeln und nicht die eigentliche Ursache für Schlafstörungen. Zudem haben sie ein hohes Abhängigkeitspotential. "Daher sehen wir Schlafmittel vor allem in der Langzeitanwendung kritisch, da sie auch keine heilende Wirkung haben", warnt Weeß.

Alpenyoga

Die zweite Strategie: kognitiv-verhaltenstherapeutische Techniken. "Da machen wir die Patienten zu ihrer eigenen Schlaftablette, das heißt, wir vermitteln ihnen Methoden, mit denen es ihnen gelingt, in die Entspannung zu kommen, abzuschalten", berichtet Weeß Dazu gehört eine entsprechende Abendgestaltung mit Einschlafritual und Entspannungstechniken, wie zum Beispiel einer Phantasie-Reise. Der Patient lernt, selbst zu entspannen.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Mädchen schläft im Bett

"Alle Sorgen und Nöte vor der Schlafzimmertür lassen und sich am besten eine halbe Stunde, bevor man ins Bett geht, von den Alltagsdingen distanzieren", rät Psychologe Weeß. "Nehmen Sie keine Arbeitsunterlagen mit ins Schlafzimmer". Die letzte Mahlzeit sollte man am besten zwei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen einnehmen. Auch zu viel Alkohol kann sich negativ auf die Nachtruhe auswirken, da Alkohol den Tiefschlaf unterdrückt.

"Vermeiden Sie extreme körperlichen Aktivitäten vor dem Zubettgehen. Der Körper braucht ein bis zwei Stunden, um wieder in die Entspannung zu kommen, die wiederum den Schlaf ermöglicht." Wer gerne Mittagsschlaf hält: Maximal 20 Minuten und nicht nach 15 Uhr, empfiehlt Weeß.

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