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Viele für Medizin-Digitalisierung

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Gesundheitsapps und Co. - Viele für Medizin-Digitalisierung

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Zum Arzt per Video, die Krankschreibung für den Chef digital und Pillen-Rezepte elektronisch: Viele Deutsche begrüßen Innovationen im Gesundheitswesen. Aber es gibt auch Bedenken.

Eine digitale Rezeptsammelstelle. Archivbild
Eine digitale Rezeptsammelstelle. Archivbild
Quelle: Harald Tittel/dpa

Viele Menschen in Deutschland stehen digitalen Gesundheitsdiensten offen gegenüber. Vor allem junge Leute begrüßen Angebote wie elektronische Rezepte und Krankschreibungen, zeigt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC. Die Skepsis gegenüber der konkreten Nutzung im Alltag und die Angst vor Datenmissbrauch sind aber groß.

Vor allem ältere Bürger ab 55 Jahren können sich mit elektronischen Diensten, die die Regierung ausbauen will, weniger anfreunden. Insbesondere die Sorgen um den Datenschutz sind groß.

93 Prozent der Befragten finden, persönliche Daten sollten nicht ohne Zustimmung weitergegeben werden. 77 Prozent fürchten, dass ihre Daten an kommerzielle Anbieter gehen könnten. "Der Schutz von Patientendaten muss daher beim Ausbau der Telematik-Infrastruktur im deutschen Gesundheitswesen an oberster Stellen stehen", sagt PwC-Gesundheitsexperte Michael Burkhart.

Datenschutz und Patienteneinwilligung sind zwingend nötig

Die Bundesregierung will die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben. Seit dem das Fernbehandlungsverbot für Ärzte gelockert wurde, tüfteln auch Klinikbetreiber wie Rhön-Klinikum und Fresenius Helios an Telemedizin-Angeboten. Diagnosen per Video, App oder Telefon könnten manchen Besuch in der Arztpraxis überflüssig machen, Patienten Zeit sparen und auch gegen den Medizinermangel auf dem Land helfen.

Ärztevertreter mahnen aber, Datenschutz und die Einwilligung von Patienten müssten höchste Priorität haben. Bestimmte Apps fürs Handy können Patienten zudem nach einem Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) künftig von der Kasse bezahlt bekommen, wenn ihr Arzt sie verschreibt. Ein Jahr tragen die Kassen die Kosten, in dieser Frist müssen App-Anbieter den Nachweis einer besseren Versorgung liefern.

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