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Mehr deutsches Geld gegen Ebola

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Gesundheitsminister Spahn im Kongo - Mehr deutsches Geld gegen Ebola

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Im Kongo ist das Ebola-Virus noch immer nicht unter Kontrolle. Heute ist der deutsche Gesundheitsminister vor Ort - im Gepäck: mehr deutsches Geld.

Die Viruskrankheit Ebola ist seit einem Jahr zurück im Kongo. Bundesgesundheitsminister Spahn war vor Ort und hat weitere deutsche Hilfe zugesichert.

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Dass dies kein gewöhnliches Reiseland ist, zeigt sich schon direkt bei der Ankunft. Landung in Goma. Erste Amtshandlung: allen Reisenden wird die Temperatur gemessen - selbstverständlich auch beim deutschen Minister. Um ja auszuschließen, dass jemand hier erkrankt ist - womöglich sogar am Ebola-Virus. Willkommen im Kongo.

Am Vormittag noch hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Ruanda demonstrieren lassen, wie speziell geschulte Pfleger sich - hochgeschützt - um Ebola-Patienten kümmern. Wie aufwändig der Schutzanzug gereinigt werden muss, damit sich die Pfleger ja nicht selbst infizieren. 

Begrüßung mit "Ebola-Handshake"

Nun will Spahn mit seiner Delegation selbst einen kurzen Eindruck bekommen von dem Land, in dem das Virus immer noch nicht besiegt ist. Und in dem man sich mit dem "Ebola-Handshake" begrüßt: angewinkelte Ellbogen, die einander kurz berühren. Auch das eine Vorsichtsmaßnahme, um ein Ausbreiten des Virus zu verhindern.

Spahn ist zum ersten Mal mit einer offiziellen Delegation und dem Regierungsflieger unterwegs. Vier Tage, vier afrikanische Länder, es geht vor allem um die Bekämpfung von Ebola. Und Spahn hat auch etwas dabei: finanzielle Zusagen aus seinem Etat. 

Spahn fordert mehr Engagement

Wir wollen und wir können die Ebola-Situation international in den Griff bekommen.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Schon jetzt ist Deutschland nach Regierungsangaben größter Beitragszahler weltweit für den Notfallfonds der WHO - mit bislang 33,6 Millionen Euro. Im Kongo sagt Spahn nun weitere drei Millionen Euro aus seinem Etat für die WHO zu - sowie eine Million, die direkt an die Afrikanische Union fließen soll. "Wir wollen und wir können die Ebola-Situation international in den Griff bekommen, aber dafür braucht es eben jetzt mehr Engagement", erklärt Spahn in Afrika.

Der aktuelle Ebola-Ausbruch im Kongo gilt als der zweitgrößte überhaupt. Während der größten Epidemie 2014 bis 2016 starben etwa 11.300 Menschen im Kongo. Diesmal sind es nach offiziellen Angaben gut 2.100 Todesfälle bislang. Anders als beim letzten Ausbruch gibt es diesmal allerdings bereits zwei Impfstoffe, die das Virus zuverlässig verhindern.

Sicherheitslage im Ostkongo macht Probleme

Aber, so sagt auch der Gesundheitsminister auf seiner Afrika-Reise: "Unser Hauptproblem ist die Sicherheitslage im Ostkongo, so dass viele Menschen im Moment nicht erreicht werden können." Dazu kämen Verschwörungstheorien aller Art, die um sich greifen.

Spahn wäre aber auch nicht Spahn, wenn er nicht das Thema mit einem Leib- und Magenthema verbinden würde: der Migration. Gute Gesundheitsversorgung sei auch ein Mittel, um Menschen vor der Flucht zu bewahren, erklärt der CDU-Politiker. So könnten seine Ebola-Millionen, so hofft Spahn, nebenbei auch Europa zugute kommen - und den "Migrationsdruck reduzieren".

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