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Getöteter Regierungspräsident - Polizei erhält 80 Lübcke-Hinweise

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Kassels Regierungspräsident wird vor seinem Haus erschossen. Warum und von wem, ist auch vier Tage nach der Tat unklar. Durch einen Zeugenaufruf gehen neue Hinweise ein.

Ermittlung nach Tod von Walter Lübcke. Archivbild
Ermittlung nach Tod von Walter Lübcke. Archivbild
Quelle: Swen Pförtner/dpa

Im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten hat ein Zeugenaufruf im TV zunächst keinen Durchbruch bei den Ermittlungen gebracht. Nachdem die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" über den Tod von Walter Lübcke (65) berichtet hatte, seien zwar 80 Hinweise eingegangen.

"Eine ganz heiße Spur war aber noch nicht dabei", sagte Torsten Werner, Sprecher der Sonderkommission (Soko) der Polizei. Die Soko mit dem Namen "Liemecke" wurde von etwa 20 auf rund 50 Beamte verstärkt.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Obduktion ergab, dass der Politiker mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden war. Das Motiv ist unklar.

Debatte um Hasskommentare nach Lübckes Tod

Nach dem gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke werden außerdem Forderungen nach europäischen Regeln gegen Hassbotschaften im Internet lauter. Schon vor seinem Tod war Lübcke den Rechtsextremen ein Dorn im Auge und sah sich zahlreichen verbalen Attacken ausgesetzt. Auf rechten Portalen wurde gar seine Adresse veröffentlicht.

Der Auslöser: Auf Anfeindungen bei einer Bürgerversammlung hatte Lübcke gesagt, es lohne sich, in Deutschland zu leben und für die hiesigen Werte einzutreten. "Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen - das ist die Freiheit eines jeden Deutschen." 

Archiv: Ein Mann zeigt auf den Bildschirm seines Laptops.

Fall Lübcke -
Hass im Netz: Druck auf Facebook & Co. wächst
 

Selbst nach seinem Tod reißen die Hasskommentare gegen Walter Lübcke nicht ab. Die Politik fordert jetzt, dass solche Kommentare schneller gelöscht werden.

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