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Gewerkschaft erzürnt - London lehnte Cook-Anfrage ab

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Um den Kollaps noch zu vermeiden, bat der insolvente Reise-Riese Thomas Cook auch die britische Regierung um Hilfen, doch London lehnte ab. Die Transportgewerkschaft ist wütend.

Reisende am Flughafen von Palma de Mallorca.
Reisende am Flughafen von Palma de Mallorca.
Quelle: Clara Margais/dpa

Die britische Regierung hat nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson eine Finanzierungsbitte des britischen Reisekonzerns Thomas Cook über 150 Millionen Pfund (knapp 170 Mio Euro) abgelehnt.

Die britische Transportgewerkschaft TSSA hat die Regierung in London für die Pleite verantwortlich gemacht. "Die Regierung hatte viele Möglichkeiten, Thomas Cook zu helfen, hat sich aber für das ideologische Dogma entschieden, anstatt Tausende Jobs zu retten", sagte Gewerkschaftschef Manuel Cortes.

Urlauber werden nach Hause geholt

Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu wissen, dass die Rettung eines Eckpfeilers der britischen Wirtschaft billiger und kostengünstiger gewesen wäre.
Gewerkschaftschef Manuel Cortes

Die Regierung will die etwa 150.000 gestrandeten britischen Urlauber mit Sonderflügen nach Hause holen. "Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu wissen, dass die Rettung eines Eckpfeilers der britischen Wirtschaft billiger und kostengünstiger gewesen wäre", sagte Cortes. Er betonte, Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom habe ein Treffen mit der Gewerkschaft abgelehnt, obwohl 9.000 Jobs in Großbritannien betroffen seien.

Eine Rettung des Konzerns hätte die Gefahr mit sich gebracht, dass andere Firmen dann möglicherweise ebenfalls staatliche Hilfe erwarten würden und nicht mehr sorgfältig wirtschafteten, argumentierte Johnson. "Wir müssen nach Möglichkeiten suchen, wie Reiseveranstalter sich in Zukunft auf die eine oder andere Weise vor solchen Insolvenzen schützen können", sagte er. "Man wird angeregt, darüber nachzudenken, ob die Verwaltungsräte dieser Unternehmen die richtigen Anreize haben, solche Angelegenheiten zu lösen."

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