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Ufo: Streik könnte weitergehen

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Ausstand bei Germanwings - Ufo: Streik könnte weitergehen

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Bis Mittag fielen 60 Flüge aus. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo schließt eine Verlängerung des dreitägigen Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings nicht aus.

"Der Druck in der Belegschaft ist enorm", so der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Ufo, Daniel Flohr. Der Streik könnte über die drei Tage hinaus fortgesetzt werden.

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Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am ersten Streiktag ihre Drohung bekräftigt, den dreitägigen Ausstand bei Germanwings auszudehnen. "Wir können das kurzfristig verlängern", sagte Ufo-Vize Daniel Flohr im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir wollen das nicht", ergänzte er zwar, aber wenn die Gewerkschaft am Ende der drei Tage glaube, "dass es mehr davon braucht", werde sie zu weiteren Streiks aufrufen. "Aber wenn es nach uns geht, dann ist es nach diesen drei Tagen vorbei und wir kommen wieder in einen normalen Modus miteinander."

Die Lufthansa-Tochter Germanwings kritisiert die Streiks, bei denen es offiziell um eine Regelung zur Teilzeit geht, als unangemessen. "Die Kritik ist natürlich immer da, wenn wir streiken. Aber in diesem Fall ist sie inhaltlich nicht berechtigt", betonte Flohr. Auch ein Einlenken von Germanwings am Samstag führte nicht zu einer Absage des Streiks. Laut Ufo habe es sich dabei nur um ein scheinbares Entgegenkommen gehandelt: "Das ist nicht das, was wir gefordert haben", so Flohr.

60 Flüge abgesagt

Wegen des Streiks der Ufo fielen bis Montagmittag rund 60 Flüge der Lufthansa-Gesellschaft Germanwings aus. Der dreitägige Ausstand soll nach bisherigem Stand bis zum Neujahrstag, 24 Uhr, dauern.

Von Flugabsagen betroffen war am ersten Streiktag besonders der Flughafen Köln/Bonn, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hervorging. Stornierungen gab es am Montag zudem in Berlin (Tegel), Düsseldorf, München und weiteren Städten.

Die Auswirkungen der Streiks vor Ort waren überschaubar. Selbst am Airport Köln/Bonn war die Lage ruhig, lange Schlangen am Service-Schalter gab es nicht. Erfahrungsgemäß informierten sich die meisten Passagiere vorab und kämen gar nicht erst zum Flughafen, sagte eine Flughafensprecherin.

Insgesamt sollen rund 180 Flüge ausfallen

Die Stimmung unter den Kollegen sei "im Keller", sagte Ufo-Vize Daniel Flohr. Die Gewerkschaft kämpfe seit drei Jahren um einen Teilzeit-Tarifvertrag für die Beschäftigten der Lufthansa-Tochter. Seitdem seien die Gespräche mit dem Mutterkonzern aber "keinen Schritt" vorangekommen.

Nach gescheiterten Vorgesprächen zu einer Schlichtung hatte Ufo am Freitag die Flugbegleiter von Germanwings für Montag, Dienstag und Mittwoch zum Streik aufgerufen. Rund 180 vor allem innerdeutsche Flüge sollten bundesweit ausfallen. Germanwings wird im Flugbetrieb der Eurowings eigensetzt. Eurowings bezeichnete den Streik als "unbegründet" und "nicht nachvollziehbar".

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