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Nach Insolvenz von Fluglinie - Air Berlin-Verkauf: Verhandlungen in heißer Phase

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Wer bekommt was aus der Erbmasse von Air Berlin? Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft berät zur Stunde zum ersten Mal der Gläubigerausschuss. Staatssekretär Machnig hält erste Resultate für möglich.

Drei Tage nach dem Insolvenz-Antrag verhandelt Air Berlin mit der Lufthansa über einen Teilverkauf. Im Gespräch ist die Übernahme von rund 90 Maschinen. Laut Air Berlin gibt es neben dem deutschen Marktführer noch mindestens zwei weitere …

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Matthias Machnig (SPD) sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). es gebe Gespräche zwischen Lufthansa und zum Beispiel der Tochtergesellschaft Niki. "Ich schließe nicht aus, dass es da schon erste Ergebnisse geben könnte." Machnig begleitet die Verhandlungen um Air Berlin.

"SZ": Aufspaltung soll beschlossen werden

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete vorab, bereits in seiner ersten Sitzung solle der Gläubigerausschuss die Aufspaltung des Unternehmens beschließen. Es liefen Verhandlungen über eine Absichtserklärung zum Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft Niki an Lufthansa. Eine Zustimmung des Ausschusses gelte als wahrscheinlich.

Dem Gläubigerausschuss gehören neben einem Vertreter von Air Berlin, der Bundesagentur für Arbeit, die drei Monate lang das Insolvenzgeld für die 7.200 Mitarbeiter in Deutschland zahlt, und der Commerzbank auch ein Geschäftsführer der Lufthansa-Tochter Eurowings an. Eurowings hat 38 Maschinen mit Besatzungen von Air Berlin gemietet und vorfinanziert und wäre deshalb von einer Einstellung des Flugbetriebs stark betroffen.

Zehn Interessenten für Fluglinie

Air Berlin hatte am Freitag mit der Lufthansa konkrete Gespräche über die Übernahme von Teilen des Fluggesellschaft aufgenommen. Als weitere Interessenten gelten Easyjet und die Thomas-Cook-Tochter Condor. Die deutsche Fluglinie Tuifly des weltgrößten Reisekonzerns Tui ist zudem an einer Lösung für die Flugzeuge und Besatzungen interessiert, die sie seit Jahren an Air Berlin und inzwischen an deren Tochter Niki verleast hat.

Die seit langem angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hatte vor einer Woche Insolvenz beantragt, nachdem Großaktionär Etihad der Airline die finanzielle Unterstützung entzogen hatte. Der Flugbetrieb ist durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro noch für etwa drei Monate gesichert. Machnig wies erneut alle Spekulationen zurück, am Ende der Gespräche über Air Berlin könnte die Lufthansa als Monopolist den Luftverkehr in Deutschland beherrschen. Es gebe zehn Interessenten.

"Kein Monopol der Lufthansa"

Und es sei klar: "Es wird kein Monopol der Lufthansa geben, dafür sorgen auch die Kartellbehörden." Auch die Bundesregierung habe kein Interesse daran, dass der Wettbewerb kleiner werde. Als wenig wahrscheinlich gilt, dass der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl mit seinem Angebot zum Zuge kommt. Er will Air Berlin nur als Ganzes übernehmen. Die Bundesregierung sieht das aber nicht als sinnvolle Lösung an, weil Air Berlin gerade durch seine heutige Struktur in die schwierige Lage geraten sei.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatten sich dafür ausgesprochen, dass Lufthansa einen großen Anteil von Air Berlin übernimmt. Niki Lauda, Luftfahrtunternehmer und Gründer der Air Berlin-Tochter Niki, sagte im "Handelsblatt", er befürchte höhere Flugpreise, sollte die Lufthansa bei Air Berlin vorrangig zum Zuge kommen. Lauda kritisierte, die Lufthansa habe die Politik ins Boot geholt, um den Wettbewerb einzuschränken.

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