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Global Risks Report - Die Welt im Krisenmodus

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Der Risikobericht des Weltwirtschaftsforums zeichnet ein gefährliches Bild: Umweltprobleme, Cyberattacken, politische Krisen und wirtschaftliche Ungleichheit bedrohen die Welt.

Experten des "World Economic Forum" haben im "Global Risk Report" Einschätzungen zu globalen Bedrohungen zusammengetragen. Für 2018 steht vor allem das Klima im Zentrum.

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Es scheint zunächst, als ginge es uns so gut wie noch nie. Wir genießen den höchsten Lebensstandard in der Geschichte der Menschheit. Doch auf Grund der rapiden Beschleunigung und Vernetzung stößt die Weltgemeinschaft auf vielen Gebieten an ihre Grenzen. Zu diesem Schluss kommt der Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums.

Schon zum 13. Mal hat das Weltwirtschaftsforum 1.000 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft, NGOs und staatlichen Organisationen zu möglichen Risiken befragt. 59 Prozent glauben, dass sich Risiken erhöhen werden, wohingegen nur sieben Prozent vom Gegenteil ausgingen.

Global warming gilt als größte Gefahr

Als die wohl schwerwiegendsten Risiken gelten Umweltfragen. Naturkatastrophen, Temperaturschwankungen und Umweltverschmutzung haben im letzten Jahr enorm zugenommen. Der Artenreichtum geht verloren, Luft- und Wasserverschmutzung gefährden die menschliche Gesundheit und der immer stärker werdende Unilateralismus macht es schwierig, die globale Erwärmung gemeinschaftlich anzugehen.

Cyber-Attacken werden zur Alltäglichkeit

Cybersicherheit wird ebenfalls als wachsendes Risiko gesehen. In den letzten fünf Jahren haben sich Cyberattacken gegen Firmen fast verdoppelt. Vorfälle, die sonst als außergewöhnlich galten, scheinen an Regelmäßigkeit zu gewinnen.

Besonders beliebt unter Hackern ist es inzwischen, kritische Infrastrukturen und industrielle Sektoren zu attackieren. Im schlimmsten Fall könnte das einen Zusammenbruch der Systeme bedeuten, die unsere Gesellschaft funktionieren lassen.

Die große Wirtschaftskrise scheint überstanden

Wirtschaftlich sieht zunächst alles besser aus als in den letzten Jahren. Wir scheinen uns von der globalen Finanzkrise vor zehn Jahren erholt zu haben. Dennoch kommen neue Herausforderungen auf die Weltwirtschaft zu. Automatisierung und Digitalisierung sorgen für Unsicherheit und gefährden traditionelle Arbeitsplätze. Wachsender Nationalismus und Populismus gefährden weltweite Kooperation.

Wie im letzten Jahr deutlich wurde, sind chronische wirtschaftliche Probleme wie Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und persönliche Verschuldung so akut wie noch nie. Während die globale Ungleichheit zurückgegangen ist, scheint sie in den einzelnen Ländern größer geworden zu sein. Dieses Problem kann auf Dauer zu großer individueller Frustration führen, was wiederum ein Risiko für die eigene Gesellschaft und Wirtschaft darstellt.

Geopolitische Herausforderungen bringen Risiken mit sich

Anstelle von Zusammenarbeit geht der Trend dahin, sein eigenes Land als Machtzentrum zu sehen und eigene Interessen zu vertreten. Das sorgt für neue Risiken und Unsicherheit, militärische Spannungen und die Schwierigkeit globale Zustände zu verbessern, während eigene politische Vorhaben im Vordergrund stehen. Internationale Beziehungen und Reaktionen sind kaum noch vorhersehbar. Die globale Zusammenarbeit sowohl wirtschaftlich als auch demokratisch gerät in Gefahr.

Die Lösung aller Probleme: Zusammenarbeit

Die Autoren des Global Risk Report nennen Zusammenarbeit als Lösungsstrategie zur Bewältigung aller globalen Risiken. So komplex die Risiken sind, so ineinandergreifend sollte auch die Problembehandlung sein. Der alljährliche Report soll zum Nachdenken anregen und globalen Zusammenhalt stärken.

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