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Wie "Fridays for Future" weltweit agiert

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Globale Proteste geplant - Wie "Fridays for Future" weltweit agiert

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Ziviler Ungehorsam - die "Fridays for Future"-Bewegung ruft heute global zu Protestaktionen auf. Wie sind die Schüler weltweit aufgestellt - und welche Ziele haben sie?

Plakat zu "Fridays for Future" wird vorbereitet
Heute findet die zweite globale Protestaktion der "Fridays for Future"-Bewegung statt. Das Ziel? Ganz klar: Klimaschutz weltweit!
Quelle: Reuters

Am heutigen Freitag vor der Europa-Wahl findet die zweite globale Protestaktion der "Fridays for Future"-Bewegung statt. Das übergeordnete Ziel des weltweiten Protests: Klimaschutz. Aber die einzelnen Gruppen der Bewegung setzen sich auch für mehr als die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutz-Abkommens ein.


Die Schüler vernetzen sich weltweit via Facebook, Instagram und Twitter. So organisieren sie die Streiks, suchen nach Mitstreitern und tauschen sich aus. Bis jetzt haben für den zweiten weltweiten Streik Jugendliche aus 118 Ländern ihre Teilnahme angekündigt. In 1.594 Städten wollen sie auf die Straße gehen. Im März waren etwa 1,6 Millionen Menschen weltweit auf die Straße gegangen.

Wie sieht die Bewegung weltweit aus? Ein Übersicht nach Kontinenten.

Afrika

Studenten in Kapstadt am 15.03.2019
Studenten in Kapstadt.
Quelle: Reuters

In Afrika ist "Fridays for Future" keine Bewegung der Massen. Hier demonstrieren einzelne Jugendliche oder auch kleinere Gruppen und machen mit Aktionen auf den Klimawandel aufmerksam. In Uganda beispielweise fordern die Schüler unter anderem eine Plastik- und Polyethylen-freie Zukunft. Und in Südafrika wird eine Klimaanpassungsbildung in Schulen gefordert.

Asien

Schüler in Neu-Delhi am 12.04.2019
Schüler in Neu-Delhi am 12. April 2019
Quelle: AP

In Indien ziehen die Klima-Proteste unter den Schülern gerade massiv an. In vielen Städten gehen die jungen Menschen auf die Straße. In anderen Ländern wie Myanmar, auf den Philippinen oder Taiwan demonstrieren zum Teil einzelne Schüler, um auf die Ziele von "Fridays for Future" aufmerksam zu machen.

Generell hat sich in Asien noch keine Dynamik wie in Europa entwickelt. Auf den Philippinen fordern die jungen Menschen zudem eine Politik "ohne Verschwendung von Ressourcen". Auch der Kampf gegen die Luftverschmutzung spielt in den asiatischen Ländern eine große Rolle.

In China findet die "Fridays for Future"-Bewegung hauptsächlich im Internet statt. Klimaschutz gehört nämlich zu den Staatszielen des Landes und öffentliche Kundgebungen gibt es nicht. Einzig in Hongkong haben Schüler beim ersten weltweiten Klima-Streik im März gemeinsam auf der Straße protestiert.

Europa

Studenten protestieren in Rom am 19.04.2019
Studenten protestieren in Rom.
Quelle: AP

In Europa ist die "Fridays for Future"-Bewegung am stärksten vertreten. Quer durch sämtliche Länder der EU setzen Schüler sichtbare Zeichen und gehen für die Umwelt auf die Straßen. Sie fordern die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5 Grad Celsius Ziels. Der Kohleausstieg soll bis 2030 geschafft sein und eine komplette Energieversorgung aus erneuerbaren Energien bis 2035 stehen.

Nordamerika

Studenten in Ottawa am 15.03.2019
Klimaprotest in Ottawa, der Hauptstadt von Kanada, am 15. März 2019.
Quelle: AP

Kanada war das erste Land auf dem amerikanischen Kontinent, das Greta Thunbergs Klimastreik unterstützt hat. Mittlerweile gibt es wöchentlich rund 30 "Fridays for Future"-Streik-Events.

In den USA fanden bislang in 46 der 50 US-Bundesstaaten Klima-Proteste statt. Die jungen Menschen fordern nicht nur die Reduzierung der CO2-Emissionen um 50 Prozent bis 2030 und um 100 Prozent bis 2050. Sie erwarten darüber hinaus eine obligatorische umfassende Aufklärung über die Auswirkungen des Klimawandels und die Bedeutung der Klimagerechtigkeit ab der Klassenstufe 8. Weiterhin fordern sie, dass die US-Regierung den Klimawandel zum nationalen Notfall ausruft.

Südamerika

Proteste in Mexiko City am 15.03.2019
Quelle: Reuters

In Südamerika steht die Erhaltung von Biodiversität und natürlicher Ressourcen auf dem Programm. Quer über den südamerikanischen Kontinent gehen je nach Kundgebungs-Ort bis zu 1.500 Menschen auf die Straße, unter anderem in Mexiko, Brasilien, Kolumbien und Costa Rica.

Ozeanien

 Proteste in Melbourne am 15.03.2019
Großer "Fridays for Future"-Protest in Melbourne.
Quelle: Reuters

In Australien sind die Ziele der Klima-Aktivisten klar definiert: Zum einen soll die Realisation der Adani-Mine gestoppt werden. Dahinter verbirgt sich eine geplante thermische Kohlemine im Norden des Galiläa-Beckens in Zentral-Queensland. Der Abbau soll sowohl im Tage- als auch im Untertagebau erfolgen. Zum anderen wird ein genereller Stopp neuer Öl-, Kohle- und Gasprojekten gefordert.

Und als drittes soll Australien bis 2030 seinen kompletten Energieverbrauch aus erneuerbaren Energien bestreiten. In 30 australischen Städten gehen Schüler und Studenten auf die Straße. Sie werden dabei von Eltern, Schauspielern und bekannten Persönlichkeiten unterstützt.

In Neuseeland haben Schüler in 35 Orten gestreikt. Ihr Ziel ist, eine nachhaltige Nation zu werden, die bis 2050 CO2-neutral lebt.

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