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Konzern meldet Meilenstein - Google: Durchbruch mit Quantencomputern

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Seit Wochen kursierten Gerüchte - nun meldet Google: Zum ersten Mal hat ein Quantencomputer eine Aufgabe erledigt, an der herkömmliche Rechner scheitern würden.

Google vermeldet Forschungsdurchbruch. Archivbild
Google vermeldet Forschungsdurchbruch. Archivbild
Quelle: Lu Liang/Imaginechina via ZUMA Press/dpa

Google ist nach eigenen Angaben ein bedeutender Schritt bei der Entwicklung von Quantencomputern gelungen. Mit Hilfe des Prozessors Sycamore sei es möglich, eine Kalkulation in 200 Sekunden zu erledigen, für die der schnellste Supercomputer 10.000 Jahre benötigen würde, heißt es im Journal "Nature".

Damit sei die Demonstration der "Quantenüberlegenheit" gelungen. Der Begriff bezeichnet den Moment, in dem ein Quantencomputer eine so komplexe Aufgabe löst, die von einem herkömmlichen Computer nicht mehr bewältigt werden kann.

IBM: Rechentempo von Superrechner Summit unterschätzt

Die Technologie von Quantencomputern soll die Informationsverarbeitung gewaltig beschleunigen und könnte eines Tages etwa die Transportlogistik oder die Medikamentenforschung revolutionieren. Sie beruht auf sogenannten Quantenbits, die in der Lage sind, die Werte Null und Eins - die Sprache der modernen Datenverarbeitung - zeitgleich zu registrieren.

An dieser Technik arbeiten neben Google auch die Technologie-Giganten IBM, Microsoft und Intel.

IBM-Forscher stellten das in Frage und warfen Google vor, das Rechentempo des Superrechners Summit unterschätzt zu haben. Der von IBM gebaute Computer brauche für die Rechnung nicht 10.000 Jahre, sondern zweienhalb Tage. Google reagierte darauf zunächst nicht.

Experte: Ergebnis bedeutet in der Praxis wenig

Physikprofessor John Preskill vom California Institute of Technology schrieb, das von Google reklamierte Ergebnis sei ein Test dafür, wie gut der Prozessor arbeite, darüber hinaus bedeute es in der Praxis nur wenig. Die Arbeit an Quantencomputern habe ein neues Stadium erreicht, bis sich das in der Gesellschaft auswirke, könne es aber noch Jahrzehnte dauern. Preskill hatte den Begriff "Quantenvorherrschaft" geprägt.

Monroe schloss sich dieser Einschätzung an. "Der interessantere Meilenstein wäre eine sinnvolle Anwendung", sagte er.

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