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Nach Software-Panne - Google+ geschlossen

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Eine Software-Panne bei der Online-Plattform Google Plus hat App-Entwicklern unberechtigten Zugang zu einigen privaten Nutzerdaten gewährt. Das Netzwerk wird geschlossen.

Google+ - App auf Handydisplay
Die Online-Plattform Google Plus muss aufgrund eines Datenlecks schließen.
Quelle: imago

Eine Software-Panne bei der Online-Plattform Google+ hat App-Entwicklern unberechtigten Zugang zu einigen privaten Nutzerdaten gewährt. Als eine Reaktion wird das Online-Netzwerk für Verbraucher dichtgemacht. Durch die Software-Panne hätten App-Entwickler auf den Namen, die E-Mail-Adresse sowie Beschäftigung, Geschlecht und Alter von Nutzern zugreifen können, räumte Google am Montag ein.

Datenleck nicht gleich veröffentlicht

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge konnten externe Entwickler zwischen 2015 und März 2018 auf die Daten zugreifen. Dann sei der Software-Fehler behoben worden. Die Zeitung berichtete weiter, Google habe sich aus Sorgen über mögliche intensive Untersuchungen durch die Regulierungsbehörden dazu entschlossen, das Datenleck nicht publik zu machen. Darüber sei auch Google-Chef Sundar Pichai informiert worden.

In einem internen Memo sei auf den Fall Facebook und Cambridge Anaytica hingewiesen worden. Cambridge Analytica soll die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern missbraucht haben. Die Nachricht hatte zu Verlusten bei der Facebook-Aktie und zu intensiven Nachforschungen in den USA und Europa geführt.

Laut den Regeln der Euroäischen Daten-Regulierungsbehörde (GDPR), muss ein potentielles Datenleck eigentlich innerhalb von 72 Stunden gemeldet werden, damit keine Rechte und Freiheiten des Nutzers verletzt werden können. Nach Bekanntwerden der Schließung von Googleplus sanken die Aktien des Mutterkonzerns Alphabet Inc. um 1,5 Prozent.
Google+ ist 2011 als Konkurrenz für Facebook gestartet.

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