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Grausiger Fund - Tokio: Neun zerstückelte Leichen entdeckt

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Es klingt wie in einem Horrorfilm: Ein 27-Jähriger hat wohl neun Menschen getötet, zerstückelt und die Leichenteile in Kühlkisten verstaut. Unter ihnen auch eine vermisste Frau.

Die zerstückelten Leichen von neun Menschen hat die Polizei in Japan in der Wohnung eines jungen Mannes gefunden. Wie japanische Medien unter Berufung auf die Polizei meldeten, befanden sich die Leichenteile in Kühlkisten. Die Beamten hatten die Wohnung in Zama in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa im Zusammenhang mit dem Verschwinden einer 23-jährigen Frau durchsucht. Sie soll unter den Toten sein.

Polizeibeamte sichern den Tatort in Japan
Quelle: epa

Der mutmaßliche Täter gestand laut Berichten, die neun Menschen - acht Frauen und einen Mann - selbst umgebracht zu haben. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunksender NHK hieß es, der 27-Jährige habe die neun Menschen ermordet und "die Leichen bearbeitet, um die Beweisstücke zu verstecken". Laut Jiji Press sagte der 27-Jährige weiter, er habe die Toten in seinem Badezimmer zerstückelt, in der Wohnung sei eine Säge gefunden worden.

Auf der Suche nach einem Selbstmord-Gehilfen?

Den Ermittlungen zufolge hatte die vermisste Frau, in sozialen Medien nach jemandem gesucht, der mit ihr Selbstmord begehe. Ihr Bruder habe vor wenigen Tagen die Polizei kontaktiert, nachdem er mit Hilfe ihres Passwortes für den Kurznachrichtendienst Twitter herausgefunden hatte, dass sie sich dort mit dem mutmaßlichen Mörder ausgetauscht hatte.

Anderen Medien zufolge waren die beiden über eine Website über Suizide in Kontakt getreten. Auf Aufnahmen von Sicherheitskameras war der 27-Jährige zusammen mit der jungen Frau nahe seiner Wohnung zu sehen, woraufhin die Polizei die Durchsuchung vorgenommen habe, hieß es weiter.

Selbstmorde rückläufig

In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt mit ihren rund 127 Millionen Einwohnern ist die Selbstmordrate seit Jahrzehnten hoch, allerdings ist der Trend seit mehreren Jahren rückläufig. So war die Zahl der Selbstmorde im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 22 Jahren gesunken. 2016 nahmen sich 21.764 Menschen das Leben, das waren 9,4 Prozent weniger als im Jahr davor.
Etwa zwei Drittel (69 Prozent) der Selbstmorde begingen demnach Männer. 6.747 Frauen nahmen sich im vergangenen Jahr das Leben und damit so wenige wie noch nie. Die Regierung setzte im Jahr 2006 ein Gesetz zur Verhinderung von Selbstmorden um. Anders als im Christentum gilt die Selbsttötung in dem fernöstlichen Inselstaat, in dem die meisten Menschen die Religionen Shinto und Buddhismus praktizieren, nicht als eine Sünde.

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