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UN-Gericht gibt Chile Recht - Bolivien bleibt Meereszugang verwehrt

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Schwere Schlappe für Evo Morales vor UN-Gericht: Chile muss seinem Nachbarn Bolivien keinen Zugang zum Meer einräumen, auch wenn der im 19. Jahrhundert noch bestanden hatte.

UN-Gericht hat im Grenzstreit von Bolivien und Chile entschieden.
UN-Gericht hat im Grenzstreit von Bolivien und Chile entschieden. Quelle: Peter Dejong/AP/dpa

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat Chile in einem über einhundert Jahre währenden Grenzstreit mit Bolivien recht gegeben. Chile sei rechtlich nicht verpflichtet, mit dem Nachbarland über einen souveränen Zugang zum Pazifik zu verhandeln. Das höchste Gericht der Vereinten Nationen wies damit die Klage Boliviens ab.

Mit dieser Entscheidung ist das 2013 von Bolivien angestrengte Verfahren beendet. Urteile des Gerichts sind rechtlich bindend. Eine Berufung ist nicht möglich.

Verloren im Salpeterkrieg

Bolivien fordert von Chile seit Jahrzehnten die Rückgabe eines etwa 400 Kilometer langen Küstenstreifens, der im sogenannten Salpeterkrieg zwischen 1879 und 1884 verloren wurde. Durch diese Küste würde Bolivien Zugang zum Meere erhalten; der Nachbar hat Verhandlungen über den Grenzverlauf bislang aber kategorisch abgelehnt.

In Bolivien löste das Urteil große Enttäuschung aus. Und es wird Auswirkungen auf die innenpolitische Lage haben, denn Präsident Evo Morales hat den Meereszugang zu einer Art politischer Lebensaufgabe gemacht. Er hatte sich stets siegessicher präsentiert; umso bitterer dürfte ihm nun das deutliche Ergebnis von 12:3 Stimmen gegen seinen Vorstoß schmecken.

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