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Wieder Zusammenstöße an Grenze

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Griechenland/Türkei - Wieder Zusammenstöße an Grenze

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Hunderte Migranten harren an der türkisch-griechischen Grenze aus. Immer wieder versuchen sie, in die EU zu kommen. Erneut gab es Zusammenstöße mit Grenzsoldaten.

Soldaten an der griechisch-türkischen Grenze.
Soldaten an der griechisch-türkischen Grenze
Quelle: Emrah Gurel/AP/dpa

An der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei ist es erneut zu Auseinandersetzungen gekommen. Von türkischer Seite warfen Migranten Brandsätze und versuchten, den Zaun niederzureißen, griechische Sicherheitskräfte schossen Tränengas über den Zaun. Videos, die von griechischen Medien veröffentlicht wurden, zeigten etliche Brandherde, es waren Explosionen von Geschossen zu hören.

Wie die Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf den griechischen Generalstab berichtet, sollen am Mittag zudem zwei türkische Kampfjets in geringer Höhe in den griechischen Luftraum über dem Grenzfluss Evros eingedrungen sein. Die Zeitung mutmaßt, dass die Türkei den Konflikt nach zwei Tagen relativer Ruhe wieder anheizen will; am Mittwochmorgen hatte es bereits einen Vorfall auf See vor der griechischen Insel Kos gegeben, bei dem ein türkisches Boot der Küstenwache ein Schnellboot der griechischen Küstenwache mit seinem Bug berührte und an der Reling beschädigte. Verletzt wurde niemand.

Von der Leyen berät in Griechenland über minderjährige Flüchtlinge

Der Konflikt schwelt, seit der türkische Präsident Erdogan erklärt hatte, die Grenze zur EU sei für Migranten geöffnet. Daraufhin machten sich Tausende Menschen auf den Weg zur griechischen Grenze, wo noch immer viele von ihnen ausharren und zum Teil gewaltsam versuchen, den Zaun zu stürmen. Nach Angaben Griechenlands werden sie dabei von türkischen Polizisten unterstützt und beispielsweise mit Tränengas ausgestattet. Griechenland drängt die Migranten auch mit dem Einsatz von Tränengas zurück. Die Türkei wirft den griechischen Behörden vor, mindestens zwei Migranten an der gemeinsamen Grenze erschossen zu haben. Athen weist das entschieden zurück.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist am Donnerstag nach Griechenland, um über Lösungen für 5.500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu beraten. Die Zustände in den Flüchtlingslagern insbesondere auf den griechischen Inseln gelten seit langem als untragbar. Am Montag hatte sich die Bundesregierung bereit erklärt, zusammen mit anderen EU-Staaten 1500 unbegleitete Minderjährige aus griechischen Lagern aufzunehmen. Neben Deutschland haben Portugal, Luxemburg und Finnland Bereitschaft signalisiert.

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