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Neuer Verdacht auf Wilke-Wurst

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Grillfackeln und Fleischspieße - Neuer Verdacht auf Wilke-Wurst

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Anfang Oktober haben Behörden den nordhessischen Fleischhersteller Wilke geschlossen. Doch noch immer taucht verdächtige Ware auf.

Wurst-Hersteller Wilke in Hessen. Archivbild
Wurst-Hersteller Wilke in Hessen. Archivbild
Quelle: Uwe Zucchi/dpa

Im Zusammenhang mit dem Lebensmittelskandal um den Wurst-Hersteller Wilke haben hessische Behörden 1,6 Tonnen Grillfackeln und Fleischspieße sichergestellt. Die Ware müsse vernichtet werden, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass sie von Wilke stammt, teilte das Verbraucherschutzministerium in Wiesbaden mit.

Auslöser sei eine anonyme Anzeige gewesen, die auf den bislang nicht bekannten Vertrieb der Grillfackeln und Fleischspieße im Landkreis Waldeck-Frankenberg aufmerksam gemacht habe. Die Ware soll demnach ausschließlich aus Produkten der Firma Wilke hergestellt und über Verkaufsstände auf Großveranstaltungen wie Konzerten, Märkten und im Kirmesgeschäft verkauft worden sein. Die zuständige Behörde sei dem Verdacht noch am selben Tag nachgegangen, teilte das Ministerium mit.

Fund wurde Kriminalpolizei gemeldet

Die Firma, bei der die Ware gefunden wurde, habe zwar nachweisen können, dass sie seit Oktober 2019 Fleisch von anderen Betrieben bezieht. Es sei jedoch nicht absolut sicher, dass keine Wilke-Wurst mehr in den Beständen war. Der Fund wurde der Kriminalpolizei gemeldet.

Anfang Oktober hatten Behörden den nordhessischen Fleischhersteller Wilke geschlossen. Zuvor waren wiederholt Listerien-Keime nachgewiesen worden, die bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein können. Drei Todes- und 37 Krankheitsfälle werden mit Wilke-Produkten in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Geschäftsführer.

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