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Neuseeland - 145 gestrandete Grindwale tot

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Ein Naturschützer spricht von einem "traurigen Ereignis": 145 Grindwale strandeten auf einer neuseeländischen Insel. Viele verendeten qualvoll, die anderen wurden eingeschläfert.

Gestrandete Grindwale in Neuseeland am 24.11.2018
Gestrandete Grindwale auf Stewart Island
Quelle: ap

An einem Strand in Neuseeland sind 145 Grindwale gestrandet und und mittlerweile alle tot. Ein Wanderer entdeckte die Tiere am Samstagabend auf Stewart Island. Etwa 75 der Grindwale waren schon verendet, Naturschützer entschieden sich wegen des kritischen Zustands und der entlegenen Lage der anderen Tiere für deren Einschläferung.

Wale bei schlechter Gesundheit gewesen

Nur rund 375 Einwohner zählt Steward Island, ein der Südinsel Neuseelands vorgelagertes Eiland, das auch Rakiura genannt wird. Entdeckt wurden die Grindwale in Mason's Bay, rund 35 Kilometer von der größten Gemeinde Oban. "Man fühlt mit den Tieren, es ist einfach ein echt trauriges Ereignis", sagte Ren Leppens vom Amt für Naturschutz in Rakiura. "So etwas will man nicht sehen." Man wünsche sich einen besseren Einblick in die Strandungen von Walen, damit man eingreifen könne.

Die Grindwale seien halb im Sand versunken und bei schlechter Gesundheit gewesen, sagte Leppens. "Leider war die Wahrscheinlichkeit, die Wale wieder ins Wasser bringen zu können, extrem gering", erklärte er. "Wegen der Abgelegenheit, fehlender Mitarbeiter in der Nähe und des sich verschlechternden Zustands der Wale war es das humanste, sie einzuschläfern." Eine solche Entscheidung sei aber immer "herzzerreißend". Vermutlich hätten sie einen Tag dort gelegen, ehe sie entdeckt worden seien. Die Kadaver würden liegengelassen, die Natur solle ihren Lauf nehmen, sagte Leppens weiter.

Wale auch auf der Nordinsel angespült

Am Sonntag wurden zudem zehn angespülte Zwerggrindwale am Strand Ninety Mile auf der Nordinsel Neuseelands vorgefunden. Zwei der Tiere sind inzwischen verendet, Einsatzkräfte bemühen sich um die Rettung der anderen.

Dass im Frühling und Sommer der südlichen Hemisphäre Wale stranden, gilt in Neuseeland nicht als unüblich. Das Phänomen wird auf eine Reihe von Faktoren zurückgeführt - etwa Fluchtversuchen der Tiere vor Raubfischen, Krankheiten oder Orientierungslosigkeit beim Schwimmen.

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