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Größte bayerische Sparkasse - 28.000 Sparverträge gekündigt

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Wenn Banken Geld bei der EZB parken, müssen sie zahlen. Außerdem nehmen sie bei Kreditvergaben wegen der niedrigen Zinsen immer weniger ein. Die Konsequenzen tragen Sparer.

Sparkasse München kündigt 28.000 Prämiensparverträge. Archivbild.
Sparkasse München kündigt 28.000 Prämiensparverträge. Archivbild.
Quelle: Peter Kneffel/dpa

Die Münchner Sparkasse kündigt zum Jahresende 28.000 Prämiensparverträge. Sie begründet dies mit den Kosten durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Außerdem behält sich die größte bayerische Sparkasse vor, vom 1. Oktober an von Neukunden mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro Strafzinsen zu verlangen.

Damit will die Sparkasse verhindern, dass ihre Einlagen zu stark wachsen. Im Juli hatte bereits die Nürnberger Sparkasse 21.000 Prämiensparverträge gekündigt.

Mühe, die Kosten zu decken

Bei der EZB müssen Banken seit langem Strafzinsen für ihre Einlagen zahlen. Am 12. September hatte die EZB diesen Negativzinssatz von 0,4 auf 0,5 Prozent erhöht, eine Anhebung um ein Viertel. Sparkassen leben ebenso wie Volks- und Raiffeisenbanken hauptsächlich von der Zinsspanne zwischen niedrigeren Einlagezinsen und höheren Kreditzinsen. Wegen der Nullzinspolitik schrumpft diese Spanne immer weiter, die Kreditzinsen sind mittlerweile so niedrig, dass viele Banken Mühe haben, ihre Kosten zu decken. Die Münchner Stadtsparkasse hat 800.000 Kunden und ist nach eigenen Angaben die fünftgrößte in Deutschland.

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