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Wegen Huawei-Affäre - May feuert Verteidigungsminister

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Theresa May hat ihren Verteidigungsminister Williamson entlassen. Er soll für ein Leck im Zusammenhang mit dem 5G-Netzausbau verantwortlich sein.

May entlässt britischen Verteidigungsminister Williamson.
May entlässt britischen Verteidigungsminister Williamson.
Quelle: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Die britische Premierministerin Theresa May hat Verteidigungsminister Gavin Williamson gefeuert. Williamson sei verantwortlich für ein Informationsleck, durch das die Entscheidung der britischen Regierung bekannt wurde, den chinesischen Technologiekonzern Huawei unter Bedingungen am 5G-Netzausbau zu beteiligen, teilte Downing Street am Mittwochabend mit. Dies habe eine Untersuchung ergeben.

Neue britische Verteidigungsministerin soll die bisherige Ministerin für Frauen und Gleichstellung, Penny Mordaunt, werden, wie das Büro der Regierungschefin weiter mitteilte. Williamson sei mitverantwortlich für ein Leck, durch das die Entscheidung der britischen Regierung bekannt wurde, den chinesischen Technologiekonzern Huawei unter Bedingungen am 5G-Netzausbau im Vereinigten Königreich zu beteiligen, teilte Downing Street mit. Dies habe eine Untersuchung ergeben.

Viele Briten schockiert

In dem Entlassungsschreiben, das der Regierungssitz Downing Street veröffentlichte, warf May Williamson vor, er selbst sei für den Vertrauensbruch verantwortlich gewesen. Schon lange gelten die Minister in London als disziplinlos - Informationen aus Kabinettssitzungen dringen regelmäßig in kurzer Zeit an die Öffentlichkeit. Dass nun auch Details aus Treffen des wichtigsten nationalen Sicherheitsgremiums an die Presse gingen, schockte viele Briten allerdings. Die Regierung leitete daraufhin eine Untersuchung ein.

Williamson, der im November 2017 zum Verteidigungsminister ernannt worden war, wies den Vorwurf, vertrauliche Informationen aus dem Nationalen Sicherheitsrat nach außen getragen zu haben, in einem Brief an May erneut zurück. Er sei überzeugt, "dass eine sorgfältige und offizielle Untersuchung meine Position bestätigt hätte", erklärte der 42-Jährige.

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Kommunalwahlen am Donnerstag

Bis dato galt Williamson als ehrgeiziger und aufstrebender Politiker, der sich sogar im Rennen um die Nachfolge Mays in Stellung gebracht hatte. Am Donnerstag finden in großen Teilen Englands und Nordirlands Kommunalwahlen statt - die Urnengänge gelten als Stimmungsbarometer angesichts des Brexit-Frusts in Großbritannien. Für die Konservative Partei von Premierministerin May wird mit großen Verlusten gerechnet.

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