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ICE-Strecke vor dem Start - In knapp vier Stunden von Berlin nach München

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Von Berlin nach München in drei Stunden und 55 Minuten: Im Sprinter der Bahn soll das ab Dezember möglich sein. Dann wäre das letzte große Verkehrsprojekt im Zuge der Deutschen Einheit abgeschlossen - mit Folgen für den Regionalverkehr.

Rüdiger Grube, Konzernchef der Deutschen Bahn, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Hintergrund soll ein Streit mit dem Aufsichtsrat des staatlichen Unternehmens gewesen sein. Der wollte Grube den Vertrag offenbar nicht wie abgesprochen …

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Auf Bahn-Kunden kommt im Dezember die größte Fahrplan-Umstellung der letzten Jahrzehnte zu. Grund ist die Inbetriebnahme der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München, wie Bahnchef Richard Lutz ankündigte. An sie werden nahezu alle Fahrpläne für Anschlusszüge angepasst.

"Diese Strecke ist in vielerlei Hinsicht ein Projekt von historischem Ausmaß", sagte Lutz bei einer Premierenfahrt auf der neuen Trasse durch den Thüringer Wald. Der ICE-Sprinter verkürzt vom 10. Dezember an die Reisezeit zwischen den beiden Metropolen von mehr als sechs auf knapp vier Stunden. Kürzere Fahrten bringe die Strecke auch für Reisende aus Leipzig, Dresden, Halle und Erfurt.

Erfurt soll "schnelle Mitte Deutschlands" werden

Auch Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart profitierten, sagte der Bahnchef. Frankfurt und Berlin etwa werden künftig halbstündig mit Hochgeschwindigkeitszügen verbunden. Der ICE-Knoten Erfurt soll die "schnelle Mitte Deutschlands" werden. Hier trifft ab Dezember dann die Linie von Frankfurt am Main auf die Trasse Berlin-München. Die Zahl der Zughalte wird sich der Bahn zufolge auf täglich 90 verdoppeln.

Mit der Schnellfahrstrecke steht das letzte große Verkehrsprojekt im Zuge der Deutschen Einheit nach rund 25 Jahren vor dem Abschluss. "Das ist die größte Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn", schwärmt Lutz. Das Anfang der 90er-Jahre gestartete Projekt hat rund zehn Milliarden Euro gekostet. Der letzte Bauabschnitt durch den Thüringer Wald hat auf 107 Kilometern 22 Tunnel und 29 Brücken. Fast die Hälfte der Strecke verläuft hier unter der Erde oder über Täler.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE 8) bestand aus drei Abschnitten. Die Strecke Berlin-Halle/Leipzig ging 2006 in Betrieb, die Verbindung von dort nach Erfurt im Jahr 2015. Es blieb das anspruchsvollste Teilstück von Erfurt nach Ebensfeld in Bayern.

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