Sie sind hier:

Brandenburg - Waldbrand teilweise eingedämmt

Datum:

Hunderte Feuerwehrleute haben den Waldbrand nahe Berlin eindämmen können. Einige Bewohner der evakuierten Dörfer durften zurückkehren. Die Lage ist jedoch noch angespannt.

Südwestlich von Berlin versuchen hunderte Einsatzkräfte, einen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Bisher konnte ein Übergreifen auf Ortschaften verhindert werden.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Der durch starke Winde angefachte große Waldbrand in Brandenburg könnte womöglich noch Tage lodern. Die weitere Entwicklung hänge vom Wetter ab, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag im Brandgebiet bei Treuenbrietzen südwestlich von Berlin.

Dort versuchten nach Angaben des Landkreises Potsdam-Mittelmark hunderte von Einsatzkräften weiter, den auf bis zu 400 Hektar wütenden Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die Brandursache war zunächst unklar. Dazu lägen bislang noch keine gesicherten Erkenntnisse vor, sagte Regierungschef Woidke.

Einige Anwohner kehren zurück

Woidke sagte, es sei "momentan leider nicht absehbar, wann wir hier Entwarnung geben können". Es könne sich "um Tage handeln". Insbesondere der Wind bereite "große Sorge". Ein Übergreifen der Flammen auf drei bedrohte Ortsteile hätten die Helfer aber bisher verhindern können. Diese waren am Donnerstag geräumt worden. Am Freitagmittag durften die Bewohner eines Ortsteils aber zurück.

Anwohner beschrieben die Evakuierung als ruhig und geordnet. Von "Panik" sei keine Rede gewesen, sagte einer von ihnen in der Nacht. "Das lief schon alles ganz vernünftig." Es sei aber ein "ganz komisches Gefühl", sagte ein anderer. Mehrere Menschen berichteten, wie sie in großer Eile Dokumente und andere wichtige Dinge in ihre Autos geladen hätten. Die meisten kamen bei Freunden oder Verwandten unter. Auch eine Turnhalle wurde als Notunterkunft geöffnet.

Noch keine Entspannung

Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark waren rund 600 Helfer in dem teilweise mit Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg verseuchten Gebiet im Einsatz. Unterstützt wurden sie von zwei Löschhubschraubern der Bundespolizei und der Bundeswehr sowie zwei Wasserwerfern der Polizei. Auch Löschpanzer einer privaten Spezialfirma waren vor Ort, um Schneisen zu ziehen.

Von Entspannung zu reden, sei "noch zu viel gesagt", sagte die Sprecherin. "Wir hoffen auf Regen." Dieser sei schon mehrfach angekündigt worden, bisher aber nicht gefallen. Ob die Bewohner der anderen zwei geräumten Ortsteile zurückkehren könnten, werde im Vierstundenrhythmus geprüft. Bisher sei das noch unmöglich.

Rauch zog bis nach Berlin

Der Brand bei Treuenbrietzen war nach Angaben der Behörden am Donnerstagnachmittag ausgebrochen und durch die Windböen einer Gewitterfront in kürzester Zeit gefährlich angefacht worden. Das Feuer breitete sich demnach nicht mehr nur als Flächenbrand über den Waldboden aus, sondern zusätzlich über brennende Baumkronen. "Wir haben schon einige große Waldbrände in der Region gehabt. In dieser Dimension, wo es sich zwischen den Ortschaften bewegt, haben wir das noch nicht gehabt", sagte der Bürgermeister von Treuenbrietzen Michael Knape.

Nach Angaben der Berliner Feuerwehr war das gesamte Stadtgebiet der Hauptstadt am Freitag vom Rauch des Großfeuers betroffen, es kam zu zahlreichen Notrufen wegen der Geruchsbelästigung. Es gebe aber keine Hinweise auf Gesundheitsgefahren, betonten die Retter dort. Die menschliche Nase reagiere sehr empfindlich auf kleinste Spuren von Brandrauch. Notrufleitungen sollten nicht blockiert werden. Auch Potsdam warnte vor den Geruchsbelästigungen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.