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Grünen-Anfrage - 37 Länder bestrafen Homosexuelle

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Erst vor wenigen Wochen hatte das Sultanat Brunei die Todesstrafe für Homosexualität eingeführt. Doch auch in anderen Ländern drohen harte Strafen.

Proteste gegen Anti-Homosexuellen-Gesetze in London. Archivbild
Aus dem Archiv: Proteste in London gegen die Anti-Homosexuellen-Gesetze in Brunei.
Quelle: Sophie Hogan/PA/AP/dpa

Homosexuellen droht nach Erkenntnissen der Bundesregierung in mindestens 37 Ländern die strafrechtliche Verfolgung durch Justizbehörden. In einigen Ländern kann für gleichgeschlechtliche Handlungen sogar die Todesstrafe verhängt werden, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage.

Trotz "großer Fortschritte" sei die Diskriminierung von Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen "in allen Lebensbereichen in vielen Ländern der Welt weit verbreitet", heißt es.

Erfolge auf dem Balkan, harte Strafen im Nahen Osten

"Beeindruckende Erfolge" seien in den vergangenen Jahren etwa in Lateinamerika, Indien und auf dem westlichen Balkan verzeichnet worden. Besonders harte Strafen drohen den Betroffenen hingegen in Iran, Mauretanien, Saudi-Arabien, Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Jemen. Dort könne für gleichgeschlechtliche Handlungen die Todesstrafe verhängt werden. Erst vor wenigen Wochen hatte das Sultanat Brunei für Kritik gesorgt, als es ebenfalls die Todesstrafe für Homosexualität einführte.

Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort darauf, dass in einigen Staaten - wie etwa Ägypten und Pakistan - Homosexualität zwar nicht explizit strafbar sei. Dort bestünden aber vage Straftatbestände wie "unzüchtige Handlungen", "Taten gegen die Natur" oder "widernatürliche Akte", die auch gegen Homosexuelle angewandt werden könnten. Über die Antwort der Bundesregierung hatten zuerst die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichtet.

Auch in westlichen Gesellschaften müssen sich Homosexuelle immer wieder Anfeindungen und Angriffen erwehren - selbst in Deutschland, wie unser Artikel zeigt:

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von Kevin Schubert
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