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Dresdner Schloss öffnet wieder

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Grünes Gewölbe noch geschlossen - Dresdner Schloss öffnet wieder

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Nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe dürfen wieder Besucher ins Dresdner Residenzschloss. In der Schatzkammer selbst aber wird weiter ermittelt.

Das Grüne Gewölbe befindet sich im Residenzschloss.
Das Grüne Gewölbe befindet sich im Residenzschloss.
Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Zwei Tage nach dem Aufsehen erregenden Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe in Dresden öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) das Residenzschloss wieder für Besucher. Alle Museen werden normal geöffnet - mit Ausnahme des barocken Schatzkammermuseums. "Das bleibt vorerst geschlossen", sagte Generaldirektorin Marion Ackermann.

Die Spurensicherung dort wird nach Angaben der Polizei fortgesetzt. SKD-Experten machen unterdessen eine Bestandsaufnahme der Verluste und Schäden, die die Juwelendiebe verursachten.

Einbrecher hantierten mit Axt

In unseren Museen lagern Kunstschätze, die die kulturelle Identität unseres Landes ausmachen und deren Wert in die Milliarden geht.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters

Unbekannte waren in das berühmte Museum eingedrungen und hatten zahlreiche Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten gestohlen. Sie stiegen über eines der vergitterten Fenster in den Pretiosensaal ein und liefen dann gezielt ins Juwelenzimmer, den prächtigsten Raum des vom sächsischen Kurfürsten und polnischen König August der Starke (1670 bis 1733) eingerichteten Schatzkammermuseums. Auf einem von der Polizei veröffentlichten Überwachungsvideo sind zwei Einbrecher mit Taschenlampen zu sehen, wie sie den dunklen Raum betreten und einer von ihnen mit einer Axt auf die Vitrine einschlägt.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, sieht eine neue Bedrohung für die Sicherheit von Museen. Ermittlungsbehörden wie Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter und Sicherheitsfachleute der Museen sollten sich zusammensetzen und beraten, wie darauf reagiert werden könne, sagte er. "Wir sollten eine kleine Taskforce einsetzen, die sich genau darüber Gedanken macht aufgrund dieser ganz spezifischen neuen Gefährdungslage."

Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will Experten zusammenrufen. "In unseren Museen lagern Kunstschätze, die die kulturelle Identität unseres Landes ausmachen und deren Wert in die Milliarden geht", sagte sie der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Sicherheitskonferenz müsse sich mit der Frage auseinandersetzen, "wie Museen ihre Objekte künftig gegen ein derart brutales Vorgehen schützen können und gleichzeitig in gewohnter Weise für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben".

Kunstraub in Dresden -
"Die werden die Beute auseinandernehmen"
 

Der Kunstraub aus dem Grünen Gewölbe wirft viele Fragen auf. Was können die Täter mit der Beute anfangen? Warum waren die Juwelen nicht versichert? Hier die wichtigsten Antworten.

von Oliver Klein
Videolänge:
1 min
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