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Nach Trump-Beschluss - Guatemala wird Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegen

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Als erstes Land folgt Guatemala der umstrittenen Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Auch ein europäisches Land überlegt.

Jimmy Morales und Benjamin Netanyahu
Jimmy Morales und Benjamin Netanyahu Quelle: epa

Die Regierung von Guatemala hat angekündigt, die Botschaft des Landes in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das erklärte Präsident Jimmy Morales auf seinem offiziellen Facebook-Account am Sonntag (Ortszeit). Zu dem Schritt habe er sich nach einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu entschlossen.

Trump Vorstoß stößt auf Ablehnung

Mit der angekündigten Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem hat Präsident Donald Trump die Stadt Anfang Dezember zur Hauptstadt Israels erklärt. Während die Israelis den Schritt als lange überfällig begrüßten, stieß er in der restlichen Welt mehrheitlich auf Ablehnung. Die Palästinenser beanspruchen Ostjerusalem als Hauptstadt ihres künftigen unabhängigen Staates. Die Vereinten Nationen wollen, dass der Status Jerusalems in Gesprächen zwischen Israel und Palästinensern verhandelt wird.

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Guatemala war einer von neun Staaten, die auf der Seite der USA in der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche abstimmten. Bei dem Votum hatte die Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten für eine Resolution gestimmt, die US-Präsident Donald Trumps Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt verurteilte. Einen Zeitplan für die Verlegung der US-Botschaft gibt es bisher nicht. Auch Morales äußerte sich nicht zu etwaigen eigenen zeitlichen Vorgaben.

Tschechien überlegt ebenfalls

Kein anderes Land hat die Verlegung seiner Botschaft bisher angekündigt. Lediglich Tschechien hatte gesagt, einen entsprechenden Schritt zu erwägen. Netanjahu hatte nach Trumps Entscheidung damit gerechnet, dass andere Staaten folgen würden. In den vergangenen Jahren hat er um Unterstützung in Lateinamerika geworben, um bei Gesprächen mit den Vereinten Nationen einen Gegenpol zur Hilfe für die Sache der Palästinenser aufzubauen.

In der vergangenen Woche hatte die UN-Vollversammlung die US-Entscheidung mit klarer Mehrheit als null und nichtig erklärt. Das Votum von 128 zu 9 war zwar ein Erfolg für die Palästinenser, aber nicht so hoch wie von ihnen erhofft. 35 Nationen enthielten sich bei der Abstimmung, 21 weitere erschienen gar nicht erst.

Die Vereinten Nationen haben die US-Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, verurteilt. Dabei hatte Trump zuvor allen Staaten gedroht.

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