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Schutz gegen Cyber-Kriminelle - PC und Smartphone: Virenfit ins neue Jahr

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Sich vor Angriffen aus dem Internet zu schützen, ist nicht kompliziert, erfordert aber Vorbereitung. Wer zwischen den Jahren nichts Besseres zu tun hat: Zeit für den Virenschutz.

Weihnachten: Computer - Tablet (Symbolbild)
Langeweile zwischen den Jahren? Virenschutz wäre mal einen Gedanken wert ... Quelle: imago

Über Weihnachten und Neujahr fassen viele Deutsche gute Vorsätze: Weniger trinken, mehr Sport, mehr Abenteuer. Meist sind die Vorsätze jedoch schon im Februar vergessen. Wer aber über die Feiertage etwas Zeit in die Sicherheit von Computer und Smartphone investiert, kann langfristig viel erreichen. Dabei sind die offensichtlichsten Sicherheitsmaßnahmen nach wie vor die besten.

Im Jahr 2017 hat insbesondere eine Art von Schadprogrammen Karriere gemacht: So genannte "Crypto-Trojaner" wie "Petya" oder "WannaCry" befallen Privat-Rechner wie ganze Firmennetze, sperren die Besitzer von ihren Daten aus, bis sie ein Lösegeld zahlen. Neben der Installation eines aktuellen Anti-Viren-Programms sind Sicherheitskopien hier die beste Vorsorge. Wer seine Daten einfach wiederherstellen kann, muss Erpresser weniger fürchten. Die meisten PC-Betriebssysteme enthalten bereits ein Backup-Programm, es gibt aber auch zahlreiche komfortablere Lösungen.

Der Passwortklau geht um

Schneller und unkomplizierter ist eine externe Festplatte oder ein SSD-Laufwerk, das per USB an den Computer angeschlossen wird. Spezielle Sicherheitslösungen machen die Arbeit einfach: Sobald die externe Festplatte angeschlossen wird, werden alle wichtige Daten kopiert. Allerdings muss man diese Programme erst konfigurieren und festlegen, wo sie wichtige Daten wie E-Mails, Steuerunterlagen und Dokumente finden.

Allein die Daten zu Hause abzusichern, reicht allerdings nicht. Denn auch in diesem Jahr florierte wieder der Passwortklau. Die Angreifer fahren zweigleisig: Mit Schadprogrammen kopieren sie Passwörter direkt von befallenen Computern und Smartphones. Zuweilen gelingt es Hackern auch, Kundendatenbanken von den Servern verschiedener Anbieter zu stehlen. Kriminelle nutzen die Passwörter auf viele Weise - beispielsweise kapern sie Facebook-Accounts und versuchen von den Freunden des gehackten Nutzers Geld zu erschwindeln.

Für jeden Dienst ein anderes Passwort

Immer mehr Dienste und Plattformen bieten deshalb die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Das heißt: Wann immer sich ein Nutzer von einem neuen Gerät oder unbekannten Internetanschluss mit Nutzernamen und Passwort anmelden will, muss einen separaten Zugangscode eingeben - ganz wie beim Online-Banking. Meist kommt dazu das Smartphone zum Einsatz: Entweder muss man dazu eine spezielle App installieren oder bekommt die Zugriffscodes per SMS zugeschickt. 

Riskant ist es, wenn das gleiche Passwort für mehrere Dienste genutzt wird. Die Feiertage bieten die Gelegenheit, seine Online-Konten zu prüfen: Nicht mehr gebrauchte Accounts sollte man löschen und bei aktiven Logins zumindest ab und zu die Passwörter ändern. Passwortmanager helfen dabei, für jeden Dienst ein anderes Passwort anzulegen.

Das Internet der Dinge entkoppeln

Zurück ins Haus: In deutschen Haushalten ziehen immer mehr Geräte ein, die ständig mit dem Internet verbunden sind: Von der Alarmanlage mit Webcam über die programmierbare Heimbeleuchtung bis hin zum Internetradio. Problem daran: Diese Geräte sind oft schwach gegen Angriffe von außen gesichert und können so Hackern Zugriff auf andere Geräte im Heimnetz verschaffen.  

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät daher dazu, diese Internetgeräte zumindest von den übrigen Geräten abzukapseln. Viele Heimrouter bieten die Option an, ein zweites WLAN-Netz aufzuspannen. Insbesondere bei der erstmaligen Einrichtung der Internet-Geräte empfehlen Experten, unbedingt die Standard-Passworte austauschen und die neusten Updates der Software einspielen.

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