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UN-Generaldebatte in New York - Guterres beklagt Vertrauensverlust in der Welt

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UN-Generalsekretär Guterres hat zum Auftakt der 73. Generaldebatte der UN-Vollversammlung den Verlust von Vertrauen in der Welt beklagt. Demokratische Grundsätze seien unter Druck.

UN-Vollversammlung am 25.09.2018 in New York (USA)
UN-Vollversammlung
Quelle: dpa

Mit einem eindringlichen Plädoyer für eine Neubelebung der multilateralen Kooperation hat UN-Generalsekretär António Guterres die alljährliche UN-Generaldebatte eröffnet. Um Kriege zu vermeiden und die Welt sicherer zu machen, müssten sich die Staaten für ein reformiertes und gestärktes multilaterales System einsetzen, forderte Guterres am Dienstag zum Auftakt der einwöchigen Debatte von Staats- und Regierungschefs sowie Außenministern in New York. "Heute ist die Weltordnung zunehmend chaotisch, die Machtverhältnisse sind weniger klar", sagte der UN-Generalsekretär. "Universelle Werte werden untergraben. Demokratische Grundsätze sind unter Druck."

"Populismus auf dem Vormarsch"

Die Welt brauche ein "erneuertes Bekenntnis" zu einer auf Regeln basierenden Weltordnung, in deren Zentrum die Vereinten Nationen stünden, sagte der UN-Generalsekretär. Er beklagte, dass das Vertrauen unter den Staaten sowie zugleich das Vertrauen der Bürger in ihre Regierungen abgenommen habe. Die Polarisierungen nähmen zu, und der "Populismus ist auf dem Vormarsch". Dabei stehe der Multilateralismus gerade in einer Zeit "unter Feuer", in der er besonders benötigt werde, beklagte Guterres. Allerdings sei die Zusammenarbeit zwischen den Staaten schwieriger geworden, die Divergenzen im UN-Sicherheitsrat seien groß.

Als zentrale Herausforderungen für die Weltgemeinschaft nannte Guterres unter anderem die Bürgerkriege in Syrien und im Jemen, den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sowie die Not der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Myanmar. Guterres appellierte auch an die Staatengemeinschaft, energischer gegen die "direkte existenzielle Bedrohung des Klimawandels" vorzugehen. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass Anfang des Monats in Bangkok die letzte große Verhandlungsrunde vor der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember ohne Durchbruch verlaufen war. Die Staaten müssten mit "größerem Ehrgeiz und einem größeren Bewusstsein der Dringlichkeit" beim Klimaschutz agieren, sagte der UN-Generalsekretär zu der bevorstehenden Konferenz in Polen, bei der es um die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 gehen wird.

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Die Rede des UN-Generalsekretärs lässt sich in vielen Passagen als Appell nicht zuletzt an US-Präsident Donald Trump verstehen, der im vergangenen Jahr den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen angekündigt hatte und auch auf anderen Feldern die internationale Zusammenarbeit zurückgefahren hat. Trump sollte kurz nach Guterres am Dienstagvormittag (Ortszeit) vor der UN-Vollversammlung das Wort ergreifen. Auf der Rednerliste am ersten Tag der Debatte stehen ferner unter anderen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der iranische Staatschef Hassan Ruhani. Deutschland wird in der UN-Generaldebatte durch Außenminister Heiko Maas (SPD) vertreten, der seine Rede am Freitag halten wird.

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