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Hafen für das Rettungsschiff - Spanien erlöst die "Open Arms"

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Die Lage an Bord des Rettungsschiffes "Open Arms" wurde immer schwieriger. Nun gibt es eine gute Botschaft für Besatzung und Migranten.

Die «Open Arms» kann Kurs auf Spanien nehmen. Archivbild
Die «Open Arms» kann Kurs auf Spanien nehmen. Archivbild
Quelle: Friedrich Bungert/SeaWatch/dpa

Nach zweieinhalb Wochen auf See hat Spanien dem Rettungsschiff "Open Arms" offiziell Algeciras in Andalusien als sicheren Hafen angeboten. "Ich habe veranlasst, dass der Hafen von Algeciras für den Empfang der #OpenArms aktiviert werden soll", twitterte der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag. "Spanien handelt immer in humanitären Notfällen."

Die Lage auf der "Open Arms" sei so schlimm, dass mehrere Migranten ins Meer gesprungen seien, schrieb der Gründer der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms, Oscar Camps, am Sonntag zu einem entsprechenden Video auf Twitter. "Wir haben seit Tagen davor gewarnt, die Verzweiflung hat Grenzen. Sie springen ins Wasser und Helfer versuchen, sie aufzuhalten."

Augenzeugen zufolge war die Situation an Bord zuletzt immer angespannter geworden. Einige Migranten hatten demnach bereits damit gedroht, Selbstmord zu begehen oder über Bord zu springen.

Salvini weigerte sich, Menschen an Land zu lassen

Nachdem 27 unbegleitete Minderjährige am Samstag auf der italienischen Insel Lampedusa von Bord durften, harrten noch 107 Migranten auf dem Schiff der spanischen NGO aus. Seit Donnerstag liegt das Schiff in unmittelbarer Nähe von Lampedusa. Jedoch weigert sich Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini strikt, die Menschen an Land zu lassen.

"Die unfassbare Reaktion der italienischen Behörden und insbesondere des Innenministers Matteo Salvini, alle Häfen zu schließen", habe Spanien zur Öffnung von Algeciras veranlasst, heißt es in einer Mitteilung der Regierung in Madrid. Salvini reagierte auf Twitter: "Wer hart bleibt, gewinnt."

Open Arms lehnt Angebot ab - Migranten springen ins Wasser

Die Hilfsorganisation Open Arms hat das Angebot inzwischen abgelehnt. Die Lage auf dem Rettungsschiff "Open Arms" vor der italienischen Insel Lampedusa sei "absolut unhaltbar", sagte Open-Arms-Sprecherin Laura Lanuza der Nachrichtenagentur Mindestens vier Migranten sprangen mit Rettungswesten über Bord, um Lampedusa schwimmend zu erreichen, wie auf einem von Open-Arms-Gründer Oscar Camps am Sonntag verbreiteten Video zu sehen war. Besatzungsmitglieder sprangen hinterher, stoppten sie und brachten sie zurück.

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