ZDFheute

Büro von SPD-Politiker Diaby offenbar angegriffen

Sie sind hier:

Einschusslöcher in Scheibe - Büro von SPD-Politiker Diaby offenbar angegriffen

Datum:

Das Bürgerbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby in Halle ist offenbar Ziel von Schüssen geworden. Der Staatsschutz ermittelt, Außenminister Maas ist empört.

Einschusslöcher in einer Scheibe des Büros von SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diabyi in Halle (Saale) am 15.01.2019
Einschusslöcher in einer Scheibe des Büros des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby.
Quelle: DPA

Das Bürgerbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby in Halle an der Saale ist offenbar Ziel von Schüssen geworden. "Eine Büroscheibe mit meinem Konterfei weist mehrere Einschusslöcher auf", schrieb der im Senegal geborene Diaby am Mittwoch bei Twitter. Er veröffentlichte auch ein Foto der Scheibe, auf dem drei Löcher erkennbar waren.

Polizei: Auf mehrere Gebäude geschossen

Die Polizei bestätigte, Unbekannte hätten zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen offenbar auf mehrere Gebäude geschossen. An Diabys Bürgerbüro seien mehrere Einschusslöcher im Schaufenster festgestellt worden. Projektile wurden den Angaben zufolge nicht gefunden. Noch war demnach unklar, durch was die Sachbeschädigungen verursacht wurden. Auch an zwei weiteren Gebäuden wurden Rückstände eines möglichen Beschusses festgestellt, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Staatsschutz ermittelt.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Unterdessen haben zahlreiche Menschen ihre Solidarität bekundet. Außenminister Heiko Maas reagierte empört. "Einfach unfassbar. Widerlich und feige. Volle Unterstützung, auch für das gesamte Team", schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. "Wir werden weiter an Eurer Seite für eine freie, tolerante und vielfältige Demokratie eintreten. Jetzt erst recht!"

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Archiv: Diaby Karamba am 25.10.2019 in Berlin
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Diaby Karamba
Quelle: DPA

"Ich bin ehrlich geschockt, zu welchen Mitteln feige Kriminelle greifen, um Andersdenkende einzuschüchtern", schrieb die SPD-Chefin Saskia Esken am Mittwoch auf Twitter. "Ich bin mit meinen Gedanken bei Dir und Deinem Team". Auch ihr Amtskollege Norbert Walter-Borjans teilte auf Twitter mit, an der Seite Diabys zu stehen.

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) schrieb: "Volle Solidarität. Was mich so wütend macht: Jetzt empören wir uns alle und in ein paar Tagen ist das vergessen." Sie frage sich jeden Tag, was noch passieren müsse, bis alle aufwachten. Bundesjustizministerin Katarina Barley bezeichnete Diaby als einen Demokraten, "wie er im Buche steht".

Wiederholt Angriffe und Drohungen von Rechtsextremisten

In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Angriffe und Gewaltandrohungen von Rechtsextremisten gegen Politiker gegeben. Bereits 2015 wurde im Bürgerbüro des schwarzen Parlamentariers die Schaufensterscheibe eingeworfen.

Zum Hintergrund des jüngsten Angriffs äußerte sich Diaby nicht. Der 58-Jährige hatte aber bereits in der Vergangenheit berichtet, dass er immer wieder Rassismus ausgesetzt ist. Er wurde 1961 im Senegal geboren und kam in den 80er Jahren als Student nach Deutschland.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.